Denkwürdige Partie der Niners beim FC Schalke

Basketball: Höchstem Auswärtssieg folgt schwere Heimaufgabe

Die Korbjäger des FC Schalke müssen sich wie ein Boxer gefühlt haben, der in den ersten sechs Runden von seinem Kontrahenten verprügelt und im zweiten Teil des Kampfes am Leben gelassen wird. Mit ihrem 114:70 (60:30)-Erfolg in Oberhausen gegen Schalke landeten die Niners Chemnitz den höchsten Auswärtssieg ihrer Basketball-Zweitliga-Geschichte. Der gegnerische Trainer ging nach dieser Klatsche mit seinen Schützlingen hart ins Gericht. "Die Niederlage tut weh. Ich hoffe, dass meine Spieler den Schmerz noch lange fühlen und sich daran erinnern, wie sich das anfühlt. Wir waren einfach nicht bereit für diese Begegnung", wurde Schalke-Coach Raphael Wilder in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" zitiert.

Die Chemnitzer freuten sich indes über ihr Rekordergebnis. "Den bis dahin höchsten Auswärtssieg hatten wir im Frühjahr 2005 beim 102:63 in Langen eingefahren", erklärte Vereinssprecher Matthias Pattloch am Montag auf Anfrage. Und wo wir schon bei Rekorden sind: Den klarsten Erfolg in der gut 17-jährigen Zweitliga-Historie fuhren die Chemnitzer Korbjäger Anfang 2006 in eigener Halle ein. "Es war ein 122:71 gegen Würzburg", blickte Pattloch zurück.

Beim jüngsten Kantersieg in Oberhausen gegen Schalke spielten die Niners den Kontrahenten in der ersten Hälfte in Grund und Boden. Zwischenzeitlich machte der Begriff "Zauberbasketball" die Runde. Nach der Halbzeitpause konnte der klare Vorsprung sicher verwaltet und zum Schluss noch ausgebaut werden. Alle zehn von Trainer Rodrigo Pastore eingesetzten Spieler steuerten am vergangenen Samstagabend Punkte bei. Damit konnten sich die Niners für die zuvor schwächeren Vorstellungen in Trier und zu Hause gegen Schwenningen rehabilitieren.

Der Aufwärtstrend soll bereits am Freitagabend fortgesetzt werden. Dann wartet mit den Tigers Tübingen in der Chemnitzer Messe jedoch ein ganz anderes Kaliber auf die Mannschaft von Kapitän Malte Ziegenhagen. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. "Die punktgleichen Tübinger werden der erste echte Gradmesser in dieser Saison für uns sein", ist Pattloch überzeugt.

Eintrittskarten für die Heimbegegnungen der Chemnitzer Niners sind in den Shops der "Freien Presse" erhältlich.

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