Fortuna zwischen Hallenpremiere und Aufstiegshoffnung

Der VfB hat am Samstag seinen ersten größeren Wettbewerb in der Hartmannhalle veranstaltet. Für die Rückrunde in der Fußball-Landesklasse gab es eine Kampfansage.

Aus seiner Sicht wurde es Zeit, so eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. "Bei den Männern unseres Vereins gab es in den vergangenen Jahren keinen derartigen Wettbewerb. Und ich wollte ein Turnier ins Leben rufen, an dem nicht nur Mannschaften aus Chemnitz teilnehmen", sagte Oliver Reh am Samstag in der Richard-Hartmann-Halle. Zehn Teams hatten der Präsident und seine Mitstreiter zur Premiere des VfB-Fortuna-Hallencups eingeladen, neun traten nur an. Am Vorabend war eine ärgerliche Absage der Berliner Truppe von Empor Hohenschönhausen eingegangen. "So kurzfristig hat man dann keine Chance mehr, Ersatz zu finden", erklärte Reh. Er habe keine Verträge mit den teilnehmenden Clubs abgeschlossen, nach denen man ein Fernbleiben vom Turnier finanziell bestrafen könnte. "Das werden wir beim nächsten Mal so machen", kündigte der Fortuna-Chef an.

Damit wird klar: Reh will das Hallenturnier in den kommenden Jahren in der Stadt etablieren. Dabei darf es auch international zugehen - so wie bei der Premiere: Mit Tatran Kadan und Slavoj Zatec waren zwei Teams aus Tschechien mit von der Partie. Wie kommt man denn auf diese Vereine? "Der Kontakt wurde durch einen tschechischen Trainer hergestellt, der bei uns im Nachwuchsbereich tätig ist", sagte Reh, der auf ein spannendes Jahr des VfB Fortuna zurückblickt.

Im Frühjahr hatte sich die erste Männermannschaft in der Fußball-Landesklasse einen packenden Kampfmit Handwerk Rabenstein um den Aufstieg in die Landesliga geliefert. "Wir sind bekanntlich knapp gescheitert. Und es war richtig, sich nach zuletzt zwei zweiten Plätzen den Aufstieg für die Saison 2019/20 vorzunehmen", betonte der VfB-Präsident.

In den ersten Partien war jedoch viel Sand im Fortuna-Getriebe. "Wir hatten einen schweren Start, konnten unser Spiel nicht wie gewohnt durchbringen", sagte Innenverteidiger Kevin Eberlein am Samstag. Unruhe sei deswegen nicht aufgekommen. "Es gab auch keine Krisensitzung, die Vereinsführung hat keinen Druck ausgeübt", berichtete Eberlein. Die Elf von Trainer Rocco Dittrich bekam auch so die Kurve. "Wir haben dann sieben Siege in Folge eingefahren", so Eberlein.

Obwohl der Rückstand zu Tabellenführer Motor Marienberg sieben Punkte beträgt, sieht der 26-Jährige noch eine Chance für den VfB Fortuna: "Der Aufstiegskampf ist sicher noch nicht entschieden", betonte Eberlein. Genau wie Präsident Reh verwies er auf die ersten beiden Partien der Rückrunde, in denen die Chemnitzer Boden gutmachen können. Sie spielen zunächst bei Spitzenreiter Marienberg und dann zu Hause gegen den zweitplatzierten VfB Empor Glauchau. Egal, wie die Witterung Ende Februar sein wird: Der Heimauftakt 2020 geht wie alle bisherigen Saisonbegegnungen auf dem Kunstrasen an der Beyerstraße über die Bühne. Dabei verfügt der VfB, dem insgesamt 17 Mannschaften angehören, über eine große Sportanlage mit Naturrasen an der Chemnitztalstraße in Furth. "Doch dort sind keine Punktspiele mehr möglich. Der Platz befindet sich in sehr schlechtem Zustand und muss erneuert werden", erklärte Vereinsvorsitzender Reh. Etwa 40.000 Euro seien dafür vonnöten. "Das muss man erst mal stemmen", ergänzte Reh, der auf die Unterstützung der Kommune hofft.

Am Samstag hoffte er nicht vergeblich auf den Turniersieg seines VfB Fortuna, der mit zwei Mannschaften in der Hartmannhalle angetreten war. Team I kämpfte sich ins Endspiel und setzte sich dort gegen Slavoj Zatec mit 4:3 durch. Rang drei ging an den BSC Rapid, der das kleine Finale gegen die andere Fortuna-Mannschaft 4:2 gewann. Ein Sieger der Veranstaltung war auch der VfB-Nachwuchs, zu dessen Gunsten eine Tombola angeboten wurde. "Der Erlös betrug 1320 Euro", sagte Reh. Zudem wurde ein Niners-Trikot versteigert, das 180 Euro für die Jugendabteilung brachte.

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