Für die Niners geht es um die Wurst

Die Chemnitzer Basketballer empfangen morgen Abend das Team aus Heidelberg - und starten damit in die heiße Phase der Saison.

Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass in der Hartmannhalle morgen Abend die Luft brennen wird. Ab 19 Uhr treffen dort die Niners auf die MLP Academics Heidelberg. Die Partie gleicht einem Endspiel um Platz vier, den derzeit die Chemnitzer einnehmen. Und Heidelberg ist als Fünfter der ärgste Verfolger. "Wir haben die Chance, einen großen Schritt Richtung Playoff-Heimrecht zu machen und bauen dabei auf die Unter- stützung unserer grandiosen Fans", unterstreicht Niners-Cheftrainer Rodrigo Pastore. Er dürfte nicht enttäuscht werden, wie der Vorverkauf zeigt. "Wir haben schon mehr als 1500 Tickets abgesetzt. Das lässt darauf hoffen, dass wir die 2000er-Marke am Samstag knacken", berichtete Vereinssprecher Matthias Pattloch gestern.

Bei den Korbjägern rast in den nächsten Tagen eine extra Portion Adrenalin durch den Körper. Es geht in die heiße Phase der Saison. Der morgigen Partie gegen Heidelberg folgen am Mittwoch das Nachholspiel in Nürnberg und am Samstag nächster Woche der Heimauftritt gegen Essen. Abgeschlossen wird die Hauptrunde am 1. April bei Schlusslicht Dresden. "Angesichts dieser Strapazen und der noch schnelleren Spielfolge in den anschließenden Playoffs wird die Form der Spieler von immenser Bedeutung sein", sagte Pattloch.

Schließlich gelte es schon, den verletzungsbedingten Ausfall von Daniel Mixich zu kompensieren. Wann der Aufbauspieler wieder einsatzfähig ist, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. "Ich hoffe, dass die anderen Jungs gesund bleiben und jeder in den Playoff-Modus kommt", betont Coach Pastore. Bis auf kleine Blessuren und leichte Erkältungen seien alle Spieler des Kaders fit. Routinier Virgil Matthews bekomme in Anbetracht seiner 33 Jahre hin und wieder mal einen Tag länger Pause, um besser regenerieren zu können.

Matthews und seine Teamgefährten müssen sich morgen Abend gegen Heidelberg in deutlich besserer Verfassung als im Hinspiel präsentieren. Anfang Oktober wurden die Chemnitzer beim 56:80 von den Academics sportlich regelrecht verprügelt - es war die höchste Saisonniederlage. Danach starteten die Niners ihre Erfolgsserie in die Top 4 der Liga, liegen gegenwärtig aber nur einen Sieg vor dem morgigen Gegner. "Die Heidelberger werden alles geben, um an uns vorbeizuziehen", ist sich Pastore im Klaren.

Warum ist der vierte Rang überhaupt so wichtig? Die Aufstiegs- runde der besten acht Teams wird nach dem Modus "Best of Five" ausgetragen. Wer zuerst drei Partien gewonnen hat, zieht in die nächste Runde ein. Dabei haben die Mannschaften auf den Plätzen eins bis vier zuerst Heimrecht, könnten demnach auch das alles entscheidende fünfte Duell zu Hause austragen. Im Playoff-Viertelfinale, das am 7. April beginnt, spielt der Erste gegen den Achten, der Zweite gegen den Siebenten, der Dritte gegen den Sechsten und der Vierte gegen den Fünften der Hauptrunde.

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