Germania schrammt an Überraschung vorbei

Die Altchemnitzer Fuß-baller mussten sich dem Landesligisten aus Grimma erst im Elfmeterschießen geschlagen geben. Das Saisonziel schraubt der Trainer nach oben - trotz Problemen.

Am Ende war es eine Frage von Zentimetern: Der Elfmeter, den der Spieler von Germania Chemnitz schoss, prallte nur an die Latte. Der nachfolgende Schütze des FC Grimma traf stattdessen das Tor. So schieden die Altchemnitzer Fußballer nach einem 0:0 nach regulärer Spielzeit und 4:5 nach Elfmeterschießen aus dem Sachsenpokal aus. "Das ist natürlich ärgerlich. Wenn du so einen Aufwand betreibst wie wir, willst du am Ende auch gewinnen", sagte Trainer Lutz Wienhold nach der Partie, die auf dem Platz am Südring ausgetragen wurde, um Germanias reguläre Spielstätte an der Annaberger Straße zu schonen.

Wienholds Mannschaft lieferte dem höherklassigen Kontrahenten aus der Landesliga einen starken Kampf. Chancen gab es während der 90 regulären Spielminuten auf beiden Seiten kaum. In der Verlängerung verstärkten die Gäste aus dem Osten von Leipzig den Druck - mehr als ein Pfostentreffer sprang aber nicht heraus, sodass es beim 0:0 blieb. "Unsere Verteidigungsarbeit war klasse. Das wollen wir in den kommenden Partien so fortsetzen", bilanzierte der Coach und ergänzte: "Das war eine tolle Leistung."

Am kommenden Wochenende startet Germania in die Landesklasse-Saison. Die vorangegangene Spielzeit hatten die Altchemnitzer als Tabellenneunter abgeschlossen und damit als Aufsteiger den Klassenerhalt geschafft. Dass es nicht noch besser lief, sei zahlreichen Ausfällen wegen vor allem langwieriger Verletzungen geschuldet gewesen. Die Spielerdecke sei knapp gewesen. "Wir wollten uns deswegen eigentlich dieses Jahr breiter aufstellen. Das ist aber nicht so gelungen", sagt Wienhold. Zwei Spieler hätten das Team verlassen, drei seien dazugekommen. In der Summe stehen dem Coach 17 Akteure zur Verfügung. "Wir hoffen, dass das Verletzungspech in dieser Saison ausbleibt." Im Zweifelsfall könne man aber noch auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen, die in die Kreisoberliga aufgestiegen ist.

Trotz des schmalen Kaders steckt sich Germania große Ziele. "Wir wollen den nächsten Schritt nach vorne machen und ins obere Tabellendrittel vordringen", sagt Wienhold. Die ersten Gegner heißen Schneeberg, Stadtrivale Fortuna Chemnitz und Landesliga-Absteiger Reichenbach. "Das ist ein hartes Auftaktprogramm. Aber das ist mir lieber, so sind wir gleich voll gefordert", sagt der Trainer.

Auf ihn kommt viel Arbeit zu - mehr als zuletzt. Weil es Probleme bei der Suche nach Trainern für die Nachwuchs-Mannschaften gibt, engagiert sich Wienholds Co-Trainer Dirk Gasch nun verstärkt für die Junioren. "In der Summe fehlt uns so aber eine halbe Trainerstelle bei der ersten Mannschaft."

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