Kappler in Kamenz neben den Schuhen

Fußball-Landesliga: BSC Rapid zieht mit 2:4 den Kürzeren

Sie hatten sich viel vorgenommen, wollten selbstbewusst auftreten und den Favoriten zumindest ärgern. Doch die Fußballer des BSC Rapid standen am Samstagnachmittag im Landesliga-Spiel bei Einheit Kamenz meist neben den Schuhen und verloren mit 2:4 (0:2). Bereits nach 18 Minuten hatten die Chemnitzer zwei Gegentreffer kassiert. Beim Tabellendritten blies ihnen im wahrsten Sinne des Wortes ein scharfer Wind ins Gesicht. "In der ersten Halbzeit mussten wir bei extrem stürmischem Wetter gegen den Wind spielen und konnten deshalb keinen Ball über die Mittellinie schlagen", berichtete Rapid-Trainer Thomas Schreyer. Hingegen habe der Kontrahent seinen Rückenwind geschickt genutzt.

Die Witterungsverhältnisse wollte Schreyer aber keinesfalls als entscheidenden Faktor für die Niederlage vorschieben. "Wir haben zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf dieses Spiel bekommen", resümierte der 48-Jährige. Die Kamenzer hätten immer wieder Bälle in die Schnittstellen der BSC-Abwehr gespielt und diese damit mehrfach ausgehebelt. Nach Toren in der 69. und 82. Minute führten die Gastgeber sogar mit 4:0, obwohl sie nach der Pause gegen den starken Wind spielen mussten. Auf die Frage, ob seine Kicker nicht mal richtig dazwischen gehauen hätten, antwortete der Kappler Trainer: "Wir sind nicht zum Dazwischenhauen gekommen, weil wir körperlich und gedanklich zu langsam waren. Solche Tage gibt es eben." Wenigstens ließen sich die Gäste nicht hängen und konnten in den letzten drei Minuten durch Florian Mielke und Kapitän Markus Vettermann noch Ergebniskosmetik betreiben.

Dass die BSC-Truppe über weite Strecken der Begegnung enttäuschte, habe nichts mit dem Abzug von sechs Punkten wegen fehlender Schiedsrichter im Verein zu tun, versicherte Coach Schreyer. "Das bewegt die Spieler nicht und ist somit auch kein Alibi." Jetzt komme es darauf an, die Partie schnell abzuhaken und sich auf das Spiel am nächsten Sonntag vorzubereiten: Im heimischen Stadion an der Irkutsker Straße empfangen die Kappler den VfB Empor Glauchau zum Bezirksderby. Dann soll möglichst wieder ein Sturm blasen - weniger wettertechnisch als vielmehr im eigenen Angriffsspiel.

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