"Langfristig visieren wir die Dritte Liga an"

Der Trainer des Chemnitzer Volleyballvereins Klaus Meier über die Rolle als Aufsteiger in die Regionalliga, den namhaften Kader und die Gründung des neuen Vereins CVV

Mit einem Heimspiel gegen Meiningen startet der Aufsteiger CVV in die Regionalliga-Saison. Benjamin Lummer hat mit dem Coach über seine Saisonziele gesprochen.

Freie Presse: Ihr Team startet am Samstag als Aufsteiger in die Regionalliga. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

Klaus Meier: Es ist eine neue Saison und wir spielen in einer anderen Liga, da ist schon eine gewisse Aufregung da. Die Spielerinnen freuen sich, dass es losgeht. Sie wollen an den Ball.

Sie haben fünf neue Spielerinnen dazugeholt. Hat die Mannschaft einen Umbruch erlebt?

Nein, wir haben den Kader nicht ausgetauscht, sondern neue Spielerinnen integriert, mit dem Ziel, uns langfristig zu verjüngen.

Mit welchem Ziel geht die Mannschaft in die Saison?

Ziel ist der Klassenerhalt. Wir wollen uns erstmal festigen.

Zu ihrer Mannschaft gehören zweit- und drittligaerfahrene Spielerinnen. Volleyball-Kenner sehen die Mannschaft als so stark besetzt, dass sie schon in dieser Saison um den Aufstieg mitspielen könnte.

Wir werden sicherlich eine gute Rolle spielen. Auf dem Papier haben wir eine starke Mannschaft, aber das muss man auch erstmal aufs Feld bringen. Aber: Selbst wenn wir in dieser Saison ganz vorn landen würden, wollen wir erstmal in dieser Liga bleiben.

Und langfristig?

Wir visieren die Dritte Liga an - aber nicht schon in dieser Saison, sondern vielleicht in zwei, drei Jahren. Für so einen Schritt braucht es auch Sponsoren. Ein paar namhafte Unterstützer haben wir schon, aber die Suche ist in Anbetracht der Konkurrenz durch andere Sportarten nicht so einfach.

Verdienen die Spielerinnen Geld?

Nein, momentan ist es reiner Amateursport, wir bezahlen den Spielerinnen also kein Geld. Das ist etwas für die Zukunft.

Im Sommer hat sich ihr Verein, die SG Adelsberg, mit dem SSV Chemnitz zum neuen Chemnitzer Volleyballverein (CVV) zusammengeschlossen. Warum?

Der SSV hat eine sehr gute Jugendarbeit, aber nach oben hin kaum Mannschaften. Die Jugendabteilung der SG Adelsberg war dagegen überschaubar. Da haben wir gesagt, Kooperation muss sein, alleine schafft man es nicht. Die Jugendspielerinnen haben nun die Chance, nach oben zu schauen und zu sagen, da, in die Regionalliga, wollen wir auch hin. Wir bieten also für Chemnitz eine Möglichkeit, auf höherem Niveau Volleyball zu spielen.

Welche Art Volleyball bekommen die Zuschauer zu sehen?

Wir wollen druckvollen Volleyball spielen, zügig und attraktiv. Die Dynamik ist das A und O.

Die Heimspiele finden im Terra-Nova-Campus statt. Mit wie vielen Zuschauern rechnen Sie?

Ich denke, im Schnitt werden 200 bis 300 Gäste dabeisein. Der Campus bietet im Übrigen ideale Voraussetzungen - für die Spielerinnen und die Zuschauer.


Klaus Meier

Der 50-Jährige ist seit einem Jahrzehnt bei der SG Adelsberg in verschiedenen Positionen tätig. Hauptberuflich ist Klaus Meier selbstständiger Personalentwickler.

Die Partie gegen Meiningen findet am Samstag, 19 Uhr, in der Sporthalle des Terra-Nova-Campus statt. (lumm)

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