Neuer Publikumsliebling des CFC hofft auf Platz in der Startelf

Kimmo Hovi hat sich mit seiner positiven Art und einem Joker-Tor in die Herzen der Fans gespielt. Seine Konkurrenz im eigenen Team ist die Spitze der Torjägerliste.

Das muss man erst einmal schaffen: Die komplette Südtribüne des Stadions an der Gellertstraße skandierte am vergangenen Sonntag lauthals einen Namen: "Hovi, Hovi", schallte es aus tausenden Kehlen, als CFC-Trainer David Bergner kurz vor dem Ende der Partie gegen Nordhausen Stürmer Kimmo Hovi brachte. Viele Ballberührungen hatte der blonde Hüne nicht, doch immer, wenn er in Ballnähe war, wurde die Tribüne wieder laut. "Das war echt genial", sagt der Gefeierte. "Da ich in dieser Saison bisher ja nur selten gespielt habe, hat mich das extrem gefreut und auch überrascht."

Warum ihn die Fans derart freundlich begrüßt haben, kann sich der eher zurückhaltende Finne nicht erklären. "Vielleicht, weil ich immer alles gebe, wenn ich eingewechselt werde", vermutet er. "Oder wegen meines Tores in Rathenow." Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung ließ der Stürmer am 11. Spieltag drei Gegenspieler aussteigen und erzielte sein erstes Saisontor. Grund genug für die Fans, ihn am Spieltag darauf zu feiern. Und hätte Hovi beim 2:0 gegen Nordhausen noch einen Treffer gemacht - das Stadiondach wäre wohl davongeflogen. "Es macht Spaß, vor so einer Kulisse zu spielen, das gibt noch einmal zusätzliche Motivation", sagt der Stürmer, der im Sommer vom FC International Leipzig kam.

Dass er beim CFC bislang nur zu fünf Kurzeinsätzen in der Regionalliga kam, ist für den 24-Jährigen keine befriedigende Situation. "Natürlich würde ich gern mehr Einsatzzeiten bekommen, das ist doch logisch", sagt Kimmo Hovi. "Aber es könnte für unsere starke Mannschaft ja gerade nicht besser laufen. Für den Trainer gibt es besonders im Sturm keinen Grund zum Wechseln." Hovis Konkurrenten im Angriff sind keine geringeren als die zwei Erstplatzierten der aktuellen Torschützenliste: Dejan Bozic traf bei den zwölf Siegen in den ersten zwölf Spielen neunmal, sein Sturmpartner Daniel Frahn netzte achtmal ein. Der bullige 1,85-Meter-Mann Hovi hofft deshalb auf den Landespokal. Wenn der CFC morgen Nachmittag bei Landesligist Kickers Markkleeberg aufläuft, könnte der Finne in der Startelf stehen.

CFC-Trainer Bergner lässt sich im Vorfeld eines Spiels zwar nicht in die Karten schauen, sein Stürmer allerdings ist optimistisch. "Ich bin nicht sicher, wie der Coach aufstellen wird, aber ich würde mich sehr freuen, auch einmal in der Anfangself zu stehen. So ein Pokalspiel ist dafür ja gut geeignet, denke ich", sagt er.


Spiel für Fußballromantiker

Der Chemnitzer FC tritt morgen, 15.30 Uhr, in der 3. Runde des Sachsenpokals bei den Kickers Markkleeberg (Achter der Landesliga) an. Gespielt wird im Sportpark "Camillo Ugi" - einem reinen Fußballstadion, in dem vor allem Fußballromantikern das Herz aufgehen wird: alte Stehplatztribünen, überdachte Sitzplätze, alles direkt am Platz. Benannt wurde der Sportpark nach dem 1884 in Leipzig geborenen und 1970 in Markkleeberg verstorbenen Fußballer Camillo Ugi, der 1906 mit dem VfB Leipzig Deutscher Meister wurde und deutscher Nationalspieler war. (tre)

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1Kommentare
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  • 0
    0
    mathausmike
    13.10.2018

    Markleeberg kann stolz sein,auf solch einen Gegner treffen zu dürfen!

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