Niners im Spitzenspiel mit der Chance auf den Liga-Rekord

In der Partie gegen den Tabellenzweiten aus Bremerhaven können die Basketballer einen Spitzenwert aufstellen. Die Begegnung ist aber auch darüber hinaus von Bedeutung.

Rasta Vechta ist ein Spitzenteam des deutschen Basketballs. Die Mannschaft aus Niedersachsen schaffte vergangenes Jahr den Einzug in den Europapokal und steht aktuell wieder auf einem Playoff-Rang der Bundesliga. Vor vier Jahren stellte das Team zudem einen Rekord auf, der nun gebrochen werden kann: 19 Siege am Stück.

Genauso viele haben die Chemnitzer Korbjäger nach dem Erfolg in Karlsruhe - der Bestwert ist eingestellt. Gegen die im Abstiegskampf feststeckenden Badener mussten sich die Sachsen mehr strecken als erwartet. Die Lions lagen zu Beginn deutlich in Führung und ließen sich auch später nicht abschütteln. Erst in den letzten Spielminuten entschieden die Sachsen die Partie zu ihren Gunsten. "Es ist immer schwierig, gegen Karlsruhe zu spielen, weil sie physisch sehr stark sind", sagt Jonas Richter. Das sehe man auch daran, dass den Niners in beiden Spielen gegen Karlsruhe so wenige Punkte wie gegen kein anderes Team gelungen sind (74 und 75).

Dass es dennoch zum Sieg reichte, sei auch Terrell Harris zu verdanken. Wie schon in der Vorwoche war der US-Amerikaner bester Werfer, erzielte diesmal 18 Punkte, davon drei in den letzten Minuten, als die Partie beim Stand von 69:69 auf der Kippe stand. "Er läuft derzeit richtig heiß. Ich hoffe, das hält an", sagt Richter über seinen Mitspieler. Generell habe man aber erneut von der Breite des Kaders profitiert. Dazu kommt, dass die Niners bislang von größeren verletzungsbedingten Ausfällen verschont blieben. Richter erklärt sich das mit der weiteren Professionalisierung des Vereins und die Vergrößerung des Medizinerteams. Allein fünf Ärzte kümmern sich seit dieser Saison um Gesundheitsbelange der Spieler.

Nun also die Chance auf den alleinigen Rekord mit 20 Siegen in Folge. Der Bestwert sei kein erklärtes Ziel der Mannschaft, sagt Jonas Richter. "Aber es ist natürlich schön, wenn man viel investiert und das dabei herauskommt", meint der 22-Jährige. Seinem Coach Rodrigo Pastore braucht man mit derlei Statistiken indes nicht zu kommen, berichtet Vereinssprecher Matthias Pattloch. "Immer, wenn ich ihn auf Rekorde oder Jubiläen anspreche, sagt er, das interessiere ihn nicht."

Um den Rekord zu schaffen, müssen die Chemnitzer aber einen harten Brocken aus dem Weg räumen. Mit Bremerhaven reist am morgigen Mittwoch (19.30 Uhr) der Tabellenzweite an, der nur drei Saisonpartien verloren hat. Das Spiel sei eine Standortbestimmung, sagt Jonas Richter: "Und wir können ein Ausrufezeichen setzen." Siegen die Niners, ist ihnen der erste Rang kaum noch zu nehmen. Das wiederum würde Heimrecht in den entscheidenden Spielen der Aufstiegsrunde bedeuten. Diese Partien würden dann aller Voraussicht nach an den Wochenenden stattfinden, die Auswärtsspiele wohl unter der Woche.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.