Niners-Spieler Jonas Richter: Die Towers sind ein ebenbürtiger Gegner

Basketball: Jonas Richter, Eigengewächs Niners Chemnitz, über die anstehenden Aufstiegsspiele und den Traum von der Bundesliga

Chemnitz.

Drei Siege brauchen die Niners, um in die Basketball-Bundesliga aufzusteigen. Gegner in der entscheidenden Halbfinalserie sind die Hamburg Towers. Sebastian Siebertz sprach vor dem ersten Duell am Sonnabend mit dem Chemnitzer Eigengewächs Jonas Richter.

Freie Presse: Vor zwei Jahren standen Sie mit den Niners schon einmal in einer Halbfinalserie, der Aufstieg war zum Greifen nah. Was macht Sie zuversichtlich, dass es nun gegen Hamburg anders läuft als damals gegen Gotha?

Jonas Richter: Wir haben aus der Niederlage gelernt, sind als Mannschaft generell deutlich erfahrener. Man hat in dieser Saison gesehen, was wir draufhaben. Ich habe keinen Zweifel, dass wir Spieler alle darauf brennen, die Serie zu gewinnen. Unser Team ist auch viel tiefer besetzt. Wenn alle fit sind, haben wir zehn, elf Spieler, mit denen wir rotieren können. Das gibt jedem Einzelnen mehr Sicherheit.

Sie waren damals 19 Jahre alt. Inzwischen tragen Sie mehr Verantwortung. Wäre es für Sie auch persönlich der nächste logische Schritt, in der Bundesliga zu spielen?

Klar. Ich habe immer gehofft, dass ich es in die Erste Liga schaffe. Vor zwei Jahren wäre der Aufstieg für mich persönlich vielleicht etwas zu früh gekommen. Im Sommer werde ich 22 Jahre alt - jetzt gilt es, die Grenzen nach oben auszutesten. Es wäre richtig geil, wenn es klappt.

Und das mit dem Club, bei dem Sie Basketballspielen gelernt haben, und in der Stadt, in der Sie geboren und aufgewachsen sind.

Ich habe mein ganzes Leben in der Hartmannhalle trainiert. Ich habe als Kind die Niners von der Tribüne aus angefeuert. Ein unbeschreibliches Gefühl, dass ich nun die Chance habe, am Aufstieg mitzuwirken.

Wie viel bekommen Sie von der Euphorie mit?

Ich höre täglich von Freunden und Bekannten, was für eine Begeisterung wir ausgelöst haben.

Blenden Sie das aus?

Ich sauge das außerhalb des Parketts total auf. Warum auch nicht? Im Spiel fokussiere ich mich aber auf das Sportliche.

Ist es ein Vorteil, dass Sie eine längere Pause hatten als die Hamburg Towers, die erst am Montag ihre Serie entschieden?

Auf jeden Fall. Dadurch, dass wir das Viertelfinale in drei Spielen gemeistert haben, absolvieren wir eine ganz normale Trainingswoche. Dadurch sind wir im gewohnten Rhythmus. Wir haben schon vor den Playoffs, in den letzten zehn Hauptrundenspielen, den Schalter im Kopf auf den Endrundenmodus umgelegt. Das hilft jetzt. Zur körperlichen Regeneration hatte Hamburg von Montagabend bis zum Spiel am Samstag genug Zeit. Das wird erst innerhalb der Serie ein Thema, weil lange Auswärtsfahrten und Hotelübernachtungen dazukommen.

Sie haben Hamburg in der Hauptrunde zweimal besiegt.

Das gibt uns ein gutes Gefühl. Aber wir sind gewarnt: Gerade das letzte Spiel gegen die Towers war knapp, in der ersten Partie lagen wir zur Halbzeit zurück. Man kann nicht davon ausgehen, dass es ein 3:0 wird.

Nach Platz eins in der Hauptrunde und dem 3:0 gegen Karlsruhe im Viertelfinale haben Sie die Favoritenrolle inne.

Gegen Karlsruhe war jedes Spiel ein Kampf. So wird es auch gegen Hamburg laufen. Die Towers sind ein breit aufgestelltes Team, ein ebenbürtiger Gegner.

Halbfinalpartien der Niners: 20.4., 19 Uhr in der Chemnitzer Hartmannhalle; 23.4., 19.30 Uhr in Hamburg; 26.4., 19.30 Uhr in der Hartmannhalle; falls nötig: 28.4., 17 Uhr in Hamburg; 30.4., 19.30 Uhr in der Hartmannhalle. Resttickets im Stehplatzbereich für das erste und zweite Heimspiel erhalten Sie in den "Freie Presse"-Shops.

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