Rapid nach Niederlage abgestiegen

Der nach dem CFC höchstklassige Fußball- verein der Stadt muss die Landesliga verlassen. Fällt das Team jetzt auseinander?

Aus und vorbei. Bereits vor seinem letzten Saisonspiel steht der BSC Rapid Chemnitz als Absteiger aus der Landesliga fest. Die Elf aus Kappel unterlag am Sonntag bei Aufsteiger SV Germania Mittweida mit 0:2 (0:0) und hat keine Chance mehr, die Abstiegsplätze zu verlassen. "Wenn nicht noch eine Entscheidung am grünen Tisch fällt, von der wir profitieren könnten, müssen wir runter", bestätigte Rapid-Trainer Florian Butter. Er hatte seine Truppe in Mittweida jedoch alles andere als abstiegsreif erlebt. "Wir haben das Spiel bestimmt, hatten sehr gute Möglichkeiten, spielen uns an die 20 Ecken heraus - machen aber einfach kein Tor", klagte der Chemnitzer Coach. So hatte Belmin Mesan gleich mehrere Chancen, ein starker Kopfball von Felix Hennig traf nicht ins Ziel und Markus Vettermann hatte mit einem Distanzschuss nicht das notwendige Glück.

Folglich flog in der Coaching- zone der Chemnitzer schon mal eine Wasserflasche durch die Luft, um den Frust besser bewältigen zu können. Am Ende standen für den BSC null Tore sowie die 18. Nieder- lage in der laufenden Serie im Spielprotokoll. "Die Partie war irgendwie ein Spiegelbild unserer gesamten Saison", sagte Mittelfeldmann Steve Grube. "Wir machen hier das Spiel und nehmen nichts mit. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie Mittweida mit dieser Spielweise so viele Punkte in dieser Liga holen kann", meinte der 31-Jährige.

Trainer Butter hatte insbesondere im gegnerischen Torwart den Verantwortlichen für die erneute Pleite seines Teams gefunden: Mit Maik Ebersbach hütet seit Januar ein Mann den Mittweidaer Kasten, der in Chemnitz kein Unbekannter ist. Er gehörte bis Sommer 2013 dem Kader des CFC an, spielte später für den VFC Plauen, den VfB Auerbach, Erzgebirge Aue sowie für Budissa Bautzen. "Ein durchschnittlich guter Torwart der Landesliga klärt vielleicht 50 Prozent unserer Ecken. Doch Maik hat fast alle Bälle entschärft", musste Butter feststellen. Trotz der Niederlage wollte er nicht zu einer Generalschelte ausholen. "Die Jungs haben bei hohen Temperaturen alles gegeben, aus meiner Sicht einen guten Ball gespielt, sich aber nicht belohnt", fasste der Rapid- Übungsleiter zusammen. Die Gegentore fielen in der 59. und in der 90. Minute, als der BSC alles nach vorn geworfen hatte.

Mit dem Heimspiel gegen den bereits feststehenden Sachsenmeister FC Grimma werden sich die Rapid- Kicker am 15. Juni aus der höchsten Spielklasse des Freistaates verabschieden und künftig in der Landesklasse als siebenter Liga antreten. Butter wusste schon vor der Partie in Mittweida, dass es den einen oder anderen Spielerabgang geben wird. Dennoch bleibe der Kern des Teams zusammen. Der Trainer beziffert den Anteil der Kicker, die weiter zur Stange halten, mit "80 bis 90 Prozent". Auch er verspüre Lust, mit der Truppe weiterzuarbeiten. "Ich weiß, dass die Mannschaft guten Fußball spielen und bis zum Schluss kämpfen kann", schätzte der Coach des BSC Rapid ein.

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