Sieg über Chemnitz: Lok hofft auf «Brocken» im DFB-Pokal

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Zum ersten Mal seit der Neugründung des Clubs wanderte der Sachsenpokal zum 1. FC Lok Leipzig. Für Siegtorschütze Djamal Ziane erfüllt sich damit auch ein großer Traum.

Leipzig (dpa) - Erst übergoss er seinen Trainer Almedin Civa mit einer Bierdusche, dann flossen bei Siegtorschütze Djamal Ziane die Tränen. «Da werden vielleicht viele lachen. Aber ich habe noch nie im DFB-Pokal gespielt. Das war immer ein großer Traum von mir», sagte der von seinen Glücksgefühlen übermannte Stürmer und dienstälteste Spieler des 1. FC Lok Leipzig.

Ziane erzielte in der Verlängerung des Sachsenpokal-Endspiels den Treffer zum 1:0 gegen den Chemnitzer FC und sorgte damit für den ersten Pokal-Triumph der Leipziger nach der Neugründung des Clubs.

«Wir sind in den vergangenen Jahren so oft auf die Schnauze gefallen und haben jedes Big-Point-Spiel verloren. Jetzt waren wir einfach mal dran», meinte der 29-Jährige. Nach der Qualifikation für die 1. Runde im DFB-Pokal hofft Ziane nun auf das entsprechende Losglück: «Ich hoffe, dass jetzt ein Brocken kommt. Das wäre geil, dann feiern wir ein schönes Fußballfest.»

Die Leipziger gingen am Samstag als verdienter Sieger vom Rasenplatz der Sportschule «Egidius Braun». Das Civa-Team agierte in den 120 Minuten zielstrebiger, entschlossener und selbst nach dem Platzverweis für Abwehrspieler Leon Heynke (73.) vor dem Tor gefährlicher. CFC-Torwart Jakub Jakubov verhinderte mehrmals einen Rückstand. In der 111. Minute war der Tscheche bei einem platzierten Schuss von Ziane aus rund 18 Metern aber chancenlos.

«Wir haben eine brutale Mentalität gezeigt. Ich bin stolz, diese Mannschaft als Kapitän auf das Feld geführt zu haben», sagte Lok-Kapitän Sascha Pfeffer. Trainer Civa meinte: «Dass man so aus der Kurzarbeit rauskommt, davor kann ich nur den Hut ziehen. Man wünscht sich immer Siege, aber dass wir den Menschen etwas zurückgeben, die uns seit Jahren unterstützen, das ist eine Erleichterung. Viel glücklicher kann ich gar nicht sein.»

Ernüchterung und Enttäuschung herrschten dagegen beim unterlegenen CFC. Die Chemnitzer agierten über weite Strecken des Spiels zu phlegmatisch und verpassten den dritten Titelgewinn in Serie. «Es war nicht das Spiel, das wir in den vergangenen Wochen und Monaten aufziehen konnten. Wir waren auch in den Zweikämpfen nicht so präsent», sagte Trainer Daniel Berlinski.

Währenddessen wurden die Lok-Kicker nach der Ankunft im heimischen Bruno-Plache-Stadion von mehreren hundert Fans euphorisch empfangen. Dort soll in knapp zwei Monaten zur DFB-Pokal-Premiere des Regionalligisten ein Fußballfest mit möglichst vielen Zuschauern gefeiert werden. Die 1. Runde wird vom 6. bis 9. August ausgetragen.

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