Wasserballer wollen dem Abstiegsstrudel entkommen

Die Zweitliga-Männer aus Chemnitz stehen nach der Hinrunde nur auf dem drittletzten Platz. Ein Grund ist der Ausfall eines wichtigen Spielers nach einer unfairen Aktion.

Aufatmen bei den Zweitliga-Wasserballern des Schwimm-Clubs Chemnitz (SCC). In der heimischen Schwimmhalle im Sportforum besiegten sie das Team aus Dresden mit 11:8. Doch bis zum Heimsieg war es kein einfacher Weg - zur Halbzeit stand es noch 5:5. "Im dritten Viertel schafften wir dann klare Verhältnisse, legten einen Zwischenspurt hin und schossen fünf Tore in Folge. Deswegen geht der Sieg in Ordnung", sagte SCC-Trainer Lars Brand. Der Erfolg war wichtig für die Chemnitzer. Denn es ist erst der zweite in dieser Saison. "Gegen den unmittelbaren Tabelle

Mit diesem Sieg gegen Dresden beenden die SCC-Männer die Hinrunde auf Platz neun von elf Mannschaften. Trotzdem will Brand nicht von einer verkorksten ersten Halbserie sprechen. "Eigentlich wollten wir auch in Leipzig und Halle gewinnen. Doch wir spielten jeweils nur unentschieden", ärgerte sich Brand, der einen Grund ausmachte: "Unser Spielgestalter Sebastian Franke wurde in Leipzig nach einem groben Foul schwer verletzt. Er bekam den Ellbogen eines Gegenspielers ins Gesicht. Dabei ist das Trommelfell vier Mal gerissen. Er ist bis heute noch nicht wieder einsatzfähig." Der Ausfall sei nicht leicht zu kompensieren, sagt der Trainer, der zudem von vielen Partien spricht, die nur knapp verloren wurden. Dazu zähle vor allem die 11:13-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten aus Potsdam, obwohl die Gäste einige Erstliga-Akteure in ihren Reihen hatten.

Vor Saisonbeginn hatten sich die Chemnitzer Zweitliga-Wasserballer das Ziel gestellt, einen guten Mittelfeldplatz zu belegen. Für den Trainer ist das nach wie vor machbar. "Das wird nicht einfach. Aber wir haben in der Rückrunde mehr Heim- als Auswärtsspiele", sagte er. Wichtig sei dabei, dass die Mannschaft mehr und mehr zusammenrückt. "Das Team ist, wie man sagt, in der Entwicklung. Wir haben viele junge Spieler, die noch lernen müssen", so der Coach.

Schwimmerisch gehören die SCC-Männer nach den Worten von Brand zu den fittesten Mannschaften der Liga. "Die größte Schwäche ist jedoch der Abschluss. Wir schießen zu wenig aufs Tor und wenn wir es tun, treffen wir oftmals nicht."

Gefreut habe sich Brand darüber, dass Christian Schubert aus Plauen zurückgekommen ist. "Er ist für uns eine Verstärkung, auch wenn er unter der Woche nicht trainieren kann, weil er eine Feuerwehrausbildung absolviert", sagte der Coach der Chemnitzer Wasserballer.

Für die Chemnitzer Wasserballer beginnt am 25. und 26. Januar der Rückrundenstart. Dabei warten auf die SCC-Männer gleich zwei Härtetests. "Zuerst kommt der Ostdeutsche Meister Magdeburg und tags darauf erwarten wir den Vorjahresdritten Brandenburg", blickt Lars Brand voraus. Die beiden Partien müssen die Gastgeber gewinnen, um nicht den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren. Klappt das Vorhaben nicht, gerät man weiter in den Abstiegsstrudel.


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