Abo
Sie haben kein
gültiges Abo.
Schließen
1. FC Union Berlin
7. Spieltag
18.09.2022
VfL Wolfsburg
2:0
90.
Das war es von uns, wir verabschieden uns und bedanken uns herzlich für Ihre Aufmerksamkeit! Direkt im Anschluss um 17.30 Uhr machen der kriselnde VfL Bochum und der 1. FC Köln weiter, ehe ab 19.30 Uhr die TSG Hoffenheim und der Sport-Club aus Freiburg diesen 7. Bundesliga-Sonntag der Saison 2022/2023 beschließen. Wir freuen uns, wenn Sie auch da wieder mit dabei sind - bis bald, machen Sie's gut!
90.
Unions starkes Sturmduett knackt harmlose Wölfe - und sichert den Eisernen wieder die Tabellenführung. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren aus Köpenick merklich die eigene Schlagzahl. Einige erste Annäherungen fanden nicht den Weg ins Ziel, sodass es Jordan Siebatcheu vorbehalten war sein Team mit 1:0 in Führung zu bringen. Kämpferisch lange mithaltende Gäste aus Niedersachsen erholten sich von diesem Rückschlag nicht, im Gegenteil: Nach vorne blieb der VfL fast über die gesamte Spielzeit erschreckend harmlos. Und in der Defensive erlaubten sie Sheraldo Becker nach einem clever ausgespielten Gegenstoß die Vorentscheidung zum 2:0. So verabschiedet sich der FCU in seiner vierten Spielzeit seit dem umjubelten Erstliga-Aufstieg 2019 als Spitzenreiter in die anstehende Länderspielpause, Wolfsburg rutscht mit weiterhin fünf Zählern auf der Habenseite hingegen auf den vorletzten Rang 17 im Klassement ab. Foto: Andreas Gora, dpa

Nächste Spiele 1. FC Union Berlin:
Eintracht Frankfurt (A), VfB Stuttgart (A), Borussia Dortmund (H)
Nächste Spiele VfL Wolfsburg:
VfB Stuttgart (H), FC Augsburg (A), Bor. Mönchengladbach (H)   
90.
Ein letztes Mal nisten sich Trimmel und Michel an der rechten Eckfahne ein, dann ertönt der Abpfiff. Schluss! Der FCU ringt auch Wolfsburg mit 2:0 nieder.

Tore: 1:0 Jordan Siebatcheu (54.), 2:0 Sheraldo Becker (77.)  
90.
Ohne die letzte Dringlichkeit lässt Union Berlin das Bällchen nun durch die eigenen Reihen laufen. Dann tritt Behrens nochmal kurz aufs sprichwörtliche Gaspedal und verlagert zügig auf die linke Seite, die nachfolgende Hereingabe von Gießelmann findet aber keinen Abnehmer in seinen Farben.
90.
Vier Minuten Nachspielzeit sind angekündigt. Der FDGB-Pokalsieger der DDR von 1968 kontrolliert die Schlussphase gegen geknickte Wölfe, ohne sich dabei über die Maßen verausgaben zu müssen.
89.
Die finalen Augenblicke werden zu einer reinen Unioner Feierzeremonie. Während das Geschehen auf dem Platz dem Abpfiff entgegenmäandert, ist Zeit für den Anhang der Berliner sich und seine Lieblinge ausgiebig zu bejubeln.
87.
... und auch Jordan Siebatcheu geht unter Standing Ovations runter, Kevin Behrens darf noch ein paar Momente mitwirken für ihn.
Jordan Siebatcheu
Kevin Behrens
87.
Nun erheben sich die Anwesenden im Stadion - und erweisen dem Matchwinner-Duo den gebührenden Respekt: Sheraldo Becker trottet für Sven Michel vom Grün ...
Sheraldo Becker
Sven Michel
85.
Während die Union-Fans den Kontrahenten verbal aufziehen und "Ohne Kruse habt ihr keine Chance" singen, läuft Wolfsburg zwar weiter pflichtbewusst an. Aber die nötige Stringenz geht ihnen immer noch in Gänze ab, wahrscheinlicher scheint da schon ein weiterer Kontertreffer der Berliner.
83.
Der eingewechselte Seguin will es nochmal wissen, allerdings fliegt sein Distanzschuss aus der zweiten Reihe klar am Wolfsburger Tor vorbei.
81.
Die Niedersachsen wirken trotzdem geschlagen, es scheint eine Vorentscheidung mit dem 2:0 in der Alten Försterei gefallen zu sein. Der Spitzenreiter in spe jagt unaufhörlich jedem Ball hinterher.
79.
Und Kevin Paredes verabschiedet den glücklosen Bartol Franjić in den vorzeitigen Feierabend.
Bartol Franjić
Kevin Paredes
78.
Mit dem Mute der Verzweiflung meldet Wolfsburg nochmal seine finalen zwei Wechsel an: Jakub Kamiński kommt, Josip Brekalo geht.
Josip Brekalo
Jakub Kamiński
77.
Arnold verliert die Kugel im dichten Verkehr im Mittelfeld, Joker Seguin sticht sofort und chippt sie gedankenschnell in den Lauf von Becker. Mit der Brust pflückt der das Spielgerät aus der Luft - und vollendet volley mit einem Kontakt. Ein Spielzug wie aus einem Guss, wieder kontert sich Union ins Glück!
77.
Toooor! Sheraldo Becker legt mit einem Traumtor nach für Union, ihm gelingt das 2:0!
Sheraldo Becker
76.
In Reihen des Hauptstadt-Klubs betritt jetzt Paul Seguin den Rasen, András Schäfer verlässt für ihn den Platz.
András Schäfer
Paul Seguin
75.
Nur Momente später fällt Thorsby die Kugel im Wolfsburger Sechzehner vor die Füße. Aus dem Gewühl heraus drückt er flach ab, verfehlt den linken Pfosten. Der FC Union werkelt fleißig an einer möglichen Vorentscheidung!
74.
Dann fasst sich Gießelmann ein Herz und prügelt einen auftischenden Ball mit viel Risiko aufs VfL-Tor. Aus 20 Metern zieht er mutig ab, Casteels liegt quer in der Luft. Doch der Versuch saust letztlich knapp am rechten Torgiebel vorbei.
73.
Eigentlich ein Lieblingsgegner: Wolfsburg verlor nur eins seiner sechs bisherigen BL-Duelle gegen Union Berlin, brachte daneben drei Siege und zwei Remis zustande. Das letzte Gastspiel in Köpenick im Oktober 2021 endete jedoch 0:2. Dennoch: Gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten kann der VfL in Deutschlands höchster Spielklasse einen so hohen Punkteschnitt pro Spiel (1,83) vorweisen wie gegen den FCU!
72.
Beim 1:0 über die SGE am vergangenen Wochenende hatte Brekalo einen Eckball noch maßgenau auf den Schädel von Lacroix schneidern können. Das klappte bislang an diesem Nachmittag noch gar nicht. Auch über Standards kann der VfL kaum ernsthafte Gefahr kreieren.
71.
Dann darf Brekalo einen Wolfsburger Eckstoß von links ins Zentrum bringen. Das schafft er nur suboptimal, halbhoch kann Marmoush diese Hereingabe nicht konstruktiv verarbeiten. Der FCU bereinigt die Situation leicht und locker.
70.
Runde 20 Minuten trennen die Fans an der Alten Försterei noch, mit diesem Zwischenstand wieder die Tabellenführung zu erobern. Die Stimmung vor Ort beeindruckt - anders kennt man es aber auch nicht aus der Heimstätte der Berliner. Foto: Andreas Gora, dpa
69.
Jetzt der dritte Wechsel bei den Wölfen: Yannick Gerhardt ist wieder fit und übernimmt fortan die Planstelle links hinten von Paulo Otávio.
Paulo Otávio
Yannick Gerhardt
68.
Die Überschall-Überfaller aus der Wuhlheide: Dass Union gerne tief steht, um dann die entstehenden Räume im Rücken des Gegners erbarmungslos auszunutzen, ist bekannt. Die Zahlen belegen es, kein Team erobert den Ball im Schnitt in dieser BL-Saison derart knapp vor dem eigenen Tor wie die Hauptstadt-Kicker (35,9 Meter). Außerdem lassen sie mit 16,6 Zuspielen statistisch auch die meisten gegnerischen Pässe zu, bevor sie mit einer Defensivaktion eingreifen. Schaden tut es dem FCU nicht, der Erfolg gibt Trainer Fischer und seinen Assistenten Recht!
66.
Im 4-4-2 erwarten die Eisernen ihre Gegenspieler hinter der Mittellinie. Thorsby antizipiert einen Querpass des VfL nun gut und spritzt dazwischen, im Handumdrehen schickt er Becker über links auf die Reise. Am Strafraum wird der aber gestoppt. Ballbesitz Wolfsburg.
64.
Mit dem 1:0 im Rücken ziehen sich die Fischer-Schützlinge inzwischen etwas weiter nach hinten zurück und überlassen dem VfL über weite Strecken des Geschehens das Kunstleder. Kapital daraus schlagen konnten die Wolfsburger jedoch noch nicht, es hapert ihnen weiterhin sichtlich an Ideen und Genauigkeit in der Ballzirkulation nach vorne.
62.
... wie Morten Thorsby für Janik Haberer.
Janik Haberer
Morten Thorsby
62.
Die Hausherren aus Köpenick ziehen umgehend nach, Urs Fischer schickt genauso Paul Jaeckel anstelle von Timo Baumgartl auf den Rasen ...
Timo Baumgartl
Paul Jaeckel
60.
... und Mattias Svanberg räumt seinen Posten für Felix Nmecha.
Mattias Svanberg
Felix Nmecha
60.
Und auch personell setzt Wölfe-Dompteur Kovač einen Impuls von außen: Omar Marmoush ersetzt Luca Waldschmidt ...
Luca Waldschmidt
Omar Marmoush
58.
Kurz muss sich der VfL aus Wolfsburg nach diesem Nackenschlag neu sammeln.
56.
Vorlagengeber Becker schreibt damit seinen achten Scorerpunkt in der laufenden Saison an, damit steht er ligaweit an der Spitze. Gemeinsam mit Zugang Siebatcheu bildet er ein kongeniales Duo, einmal mehr gebührt Union Respekt für ihre umsichtige Transferpolitik. Die Abgänge von Andrich, Prömel und Awoniyi haben sie prächtig kompensiert.
54.
Die Eisernen brechen den Bann: Haberer und Gießelmann leiten ein, ehe Becker über seine linke Seite den Sprint anzieht und Lacroix stehen lässt. Von nahe der Torauslinie flankt der Mann aus Suriname dann nach innen, am Fünfereck steht der Torschütze goldrichtig und köpft gegen Knoche ins lange Eck ein.
54.
Toooor! Jordan Siebatcheu straft die Bilanzen Lügen - und trifft zum 1:0 für Union!
Jordan Siebatcheu
53.
Obwohl die Statistiker da ein Veto einlegen: Denn Union und Wolfsburg kassierten in der laufenden BL-Spielzeit vor heute jeweils nur zwei Gegentore in der zweiten Halbzeit, ligaweit geht kein anderer deutscher Erstligist nach dem Pausentee in der Abwehr disziplinierter zu Werke!
52.
Dankend nehmen wir diese hochkarätigen Torannäherungen zur Kenntnis. Die Hoffnung steigt, dass hier noch Treffer fallen.
51.
Sogar der VfL mischt nun mit: Zunächst wird ein Abschlussversuch Nmechas noch geblockt, im Rückraum rauscht jedoch Arnold heran. Der Kapitän feuert schließlich aus 18 Metern Torentfernung einen schwierigen Dropkick ab - der saust nur minimal am linken Pfosten des Hauptstadt-Gehäuses vorbei.
49.
Diesmal will der FC Union allerdings rasch nachlegen. Baumgartl eröffnet mit einem präzisen Schlag ins Angriffsdrittel, wo Becker die Kugel sichern kann. Im Anschluss passt er quer in die Mitte, aus acht Metern schießt Siebatcheu aber abermals knapp daneben. Gerne mehr davon! 
48.
Parallelität der Ereignisse: Wie im ersten Durchgang kommen die Hausherren also nach dem Anstoß zu einer Großchance.
47.
Auf dem Feld übernehmen die Ostberliner umgehend wieder das Kommando. Der VfL begnügt sich vorerst weiterhin damit, die eigene Defensive abzudichten. Doch beinahe geht das erstmals schief: Schäfer legt toll ab nach einem Zuspiel in den Strafraum, Siebatcheu nimmt aus 13 Metern Torentfernung Maß. Doch sein Abschluss rauscht lediglich in die Werbebande, um Zentimeter verpasst der FCU das 1:0!
46.
Zunächst haben beide Cheftrainer noch auf personelle Änderungen verzichtet.
46.
Weiter geht's, der Wiederanpfiff schallt durchs ausverkaufte Stadion in der Wuhlheide.
45.
Umkämpftes 0:0 zur Pause an der Alten Försterei. Die formstarken Unioner begannen energisch, Janik Haberer vergab in der allerersten Minute mit seinem gehaltenen Volleyschuss jedoch die beste Gelegenheit im gesamten ersten Spielabschnitt. In der Folge sicherten sich die Gäste aus Wolfsburg stetig mehr Ballbesitz (zur Halbzeit 52 Prozent), konnten auf dem Weg nach vorne aber selber bis auf eine Brekalo-Chance nicht viel Gefahr kreieren. Stattdessen entspann sich an der Spree ein intensiver Schlagabtausch ohne große spielerische Glanzlichter trotz 7:1 Torschüsse zugunsten Unions. Bissige Wölfe halten das Überraschungsteam vom FCU bisher weitestgehend in Schach, satte 70 Prozent gewonnene Zweikämpfe unterstreichen das. So hoffen wir auf mehr Tempo und Torraumszenen nach dem Wiederbeginn. Bis gleich! Foto: Andreas Gora, dpa
45.
Halbzeit! Torlos verschwinden die Protagonisten in den Katakomben.
45.
Arnold chippt nochmal einen Ball in die Tiefe gen Svanberg, doch auch dieses Zuspiel in den Unioner Strafraum ist unerreichbar.
45.
60 Sekunden Nachspielzeit sind indes für den ersten Durchgang veranschlagt.
43.
Baumgartl durchbricht diese Lethargie und schaltet sich über rechts ein. Der Verteidiger flankt aus dem Halbfeld, kann Siebatcheu jedoch nicht mit seiner Hereingabe füttern. Denn Baku geht resolut mit dem Kopf dazwischen und bereinigt diese Szene.
41.
Kurz vor dem Seitenwechsel ändert sich daran nichts Grundlegendes. Zahlreiche kleine Ungenauigkeiten hüben wie drüben hemmen den Spielfluss, notfalls werden zudem auch gerne Fouls eingebaut, um den Rivalen nicht entwischen zu lassen. Eine zähe Angelegenheit in Köpenick.
39.
Fußballerisch bekommen wir heute nach wie vor eher unappetitliche Rohkost serviert. Mit der Rückkehr von Baumgartl und der Option wieder die Tabellenspitze zu erklimmen, sollte auf Seiten der Hauptstädter doch eigentlich für ausreichend Motivation gesorgt sein. In der Praxis umsetzen kann der FCU dies bisher allerdings nicht.
37.
Ist das Spielgerät verloren, setzt Union Berlin in der Regel mit einem aggressiven Forechecking nach. So ist den VfL-Profis kaum einmal Ruhe am Ball vergönnt. Die Wolfsburger Doppelsechs aus Arnold und Franjić müht sich zwar nach Kräften, kann jedoch nur selten wirklich als ordnende Hand aus dem Maschinenraum fungieren.
35.
Mit klasse kämpferischem Einsatz hält das Wolfsrudel von der Aller das Überraschungsteam aus der Wuhlheide bisher an diesem Tag im Zaum. Nach vorne klappt jedoch weiterhin äußerst wenig. Nmecha erbringt den nächsten Beweis unter verliert einen Ball leichtfertig im Mitteldrittel.
33.
In bester Erinnerung: In seinen vier BL-Einsätzen gegen den 1. FC Union gelangen besagtem Josip Brekalo drei Tore und damit mehr als gegen jeden anderen Verein. Diese drei Treffer gelangen dem Wolfsburger allesamt beim 3:0-Erfolg im Mai 2021, zugleich war das bis dato sein einziger Dreierpack im Oberhaus.
32.
Aha, so kann's gehen: Endlich kombiniert sich der VfL Wolfsburg mal mit wenigen Kontakten vor das Unioner-Gehäuse. Svanberg legt links im Sechzehner ansehnlich mit der Hacke vor - doch Brekalo prügelt die Pille flach am langen Pfosten vorbei. Da war mehr drin, wir notieren auch die erste echte Wölfe-Chance!
31.
Aus heiterem Himmel erhöht Otávio die Schlagzahl und zieht einen Langstrecken-Sprint über seine linke Seite an. Nmecha verweigert den Doppelpass, sein anschließender Lupfer kommt anschließend aber viel zu lang.
29.
Debütanten-Gala am Platz an der Sonne: Union Berlin wurde vor diesem Spieltag erstmals in seiner Klub-Geschichte als Spitzenreiter im Oberhaus geführt und ist damit der insgesamt 34. Verein, der an der Tabellenspitze steht. Der VfL Wolfsburg war seinerseits 22-mal Erster, zuletzt vor genau einem Jahr Mitte September 2021 (nach dem 4. Spieltag 2021/22).
27.
Der FCU nimmt den nächsten Anlauf über seine linke Außenbahn. Gießelmann setzt sich dort durch und flankt in die Mitte, wo sich Siebatcheu im Luftkampf unter Bedrängnis behaupten kann. Dennoch fliegt sein Abschluss mit dem Schädel vom ersten Pfosten letztlich mehr als einen Meter über die Latte hinweg ins Fangnetz hinter dem Wolfsburger Kasten.
25.
So bleibt es vorerst bei 4:0 Torschüssen pro Union. Die stören den Spielaufbau der Wölfe jetzt immer häufiger mit einem Angriffspressing weit in der Hälfte der Niedersachsen. Auch das lässt unsere Begegnung optisch nicht zu einem fußballerischen Schmankerl werden. Foto: Andreas Gora, dpa
23.
Plötzlich geht ein Raunen durchs Stadion, nachdem ein Wolfsburger Freistoß von halbrechts durch den Berliner Fünfer segelt. Rekonvaleszent Baumgartl geht hin, ohne am Ende die Kugel zu touchieren. 154 Tage nach seinem letzten Pflichtspieleinsatz fügt sich der an Hodenkrebs erkrankte Abwehrmann sehr ordentlich ein.
22.
Dabei stellen die Wölfe ligaweit 2022/2023 angesichts ihrer acht gefangenen Gegentore vor dem Seitenwechsel die löchrigste Erstliga-Abwehr in der ersten Halbzeit. Heute hat sich die VfL-Defensive in der Zwischenzeit aber gefunden.
20.
Angesichts der Spielanlage beider Kontrahenten schnellt aktuell der Zuschauerpuls am ehesten im Rahmen von ruhenden Bällen empor. Ansonsten leisten sich beide Abwehrreihen kaum eklatante Aussetzer bisher, Kampf und Wille sind Trumpf an der Alten Försterei.
18.
Dann schaufelt Trimmel den nächsten Standard vom linken Flügel ins Zentrum, wo Diogo Leite eng von Lacroix gedeckt wird. Trotzdem kann der Portugiese einen Kopfball absetzen, schickt den aus fünf Metern allerdings klar über den Querbalken hinweg.
17.
Die tiefstehenden VfL-Profis halten mittlerweile vor allem körperlich dagegen und nehmen die Zweikämpfe an. Das dürfte ganz nach dem Geschmack von Trainer Kovač sein, 63 Prozent aller Duelle um das Spielgerät entscheidet bis dato die Auswärtself für sich.
16.
VfL-Spielführer Arnold zwirbelt einen ruhenden Ball von rechts an den Unioner Fünfmeterraum, ein Wolfsburger kriegt seinen Fuß jedoch nicht mehr an die Kugel - dafür sammelt der genesene FCU-Schlussmann Rønnow mühelos seinen ersten Ballkontakt.
15.
Inzwischen ist der ganz große Anfangsdruck der Köpenicker abgeebbt, die Wölfe tasten sich stattdessen immer besser in dieses Match und sichern sich zunehmend mehr Spielanteile.
13.
Unten auf dem Rasen hebt Gießelmann derweil den ersten Eckball der Partie per kurzer Variante vor das VfL-Gehäuse. Aber die Flanke rutscht dem Ex-Düsseldorfer leidlich ab und so verpufft diese Szene am Ende komplett ungefährlich.
12.
Nervenflattern gegen den Klassenprimus: Die Wolfsburger unterlagen übrigens in satten 13 ihrer bislang 15 Gastspiele bei aktuellen Bundesliga-Tabellenführern! Die einzigen beiden Siege gab es 2004 bei Werder Bremen (2:1) und 2009 beim Hamburger SV (3:1) zu vermelden. Die letzten fünf Auswärtspartien bei Tabellenführern wurden jedoch alle verloren, in den letzten vier davon war dem VfL dabei nicht einmal ein eigener Torerfolg vergönnt.
11.
In der Vorwoche beim 1:0 über Frankfurt zahlte sich die Defensivstrategie der Wölfe aus. Auch heute setzt der VfL zunächst auf Konterchancen aus einer gefestigten Abwehr heraus. In ihrem 4-4-2-System in Ballbesitz besitzt signifikanter Raumgewinn allerdings noch absoluten Seltenheitswert.
9.
Dann versuchen die Gäste aus Wolfsburg erstmals mit einer ausgedehnten Ballbesitzpassage etwas Kontrolle und Ordnung ins eigene Spiel zu bekommen. Gegen gewohnt giftige Hausherren fällt ihnen das bislang sehr schwer, in gefährliche Zonen konnten die Niedersachsen das Kunstleder noch gar nicht transportieren.
7.
Becker und Siebatcheu sorgen kurz darauf wieder für Wirbel, der Neuzugang aus der Schweiz legt klasse mit einem Kontakt nach einem weiten Schlag in die Spitze ab. Doch Sturmpartner Becker verstolpert im Anschluss diese aussichtsreiche Gelegenheit. Weiterhin nur die Hauptstadt-Kicker im Vorwärtsgang.
6.
Eiserne Erfolgswelle: Der 1. FCU ist momentan saisonübergreifend seit geschlagenen 13 Erstliga-Auftritten ungeschlagen und baute damit den Vereinsrekord weiter aus! Bei zehn Erfolgen und drei Unentschieden liegt die Messlatte. 14 Punkte nach sechs Spielen bedeuten für die Berliner zudem den mit Abstand besten BL-Start in der Klubgeschichte - zuvor waren es zu diesem Zeitpunkt nie mehr als neun Zähler.
5.
Nach Foul von Otávio legt Union die Kugel von weit rechts draußen überraschend und flach in den Rückraum. Dort läuft Becker ein, knallt mit einem Kontakt drauf, verzieht dabei aber. Der nachfolgende Gegnerkontakt reicht nicht für einen Elfmeter, Schiri Schröder winkt ab.
3.
Keine 43 Sekunden hat es also bis zum ersten Hochkaräter der Berliner gedauert. Das zeigt schon, mit welchem Selbstverständnis die Kicker aus der Wuhlheide derzeit unterwegs sind. Auch heute bestimmen sie in ihrem 3-5-2 die Anfangsminuten.
1.
Die letzten Rauchschwaden verziehen sich noch über der Alten Försterei nach einer stimmungsvollen Choreografie des FCU-Anhangs, schon bedient Kapitän Trimmel sehenswert den Kollegen Haberer. Der zieht von halblinks volley aus sieben Metern ab, scheitert jedoch ein erstes Mal an den Fäusten von Casteels!
1.
Und da erfolgt auch schon der Anstoß, unsere Partie läuft.
Währenddessen begrüßt Schiedsrichter Robert Schröder bereits die Kapitäne beider Mannschaften zur Platzwahl. Lange müssen wir uns nun also nicht mehr gedulden!
Diese Startelf schickt der 1. FC Union Berlin aufs Feld - inklusive einer faustdicken Comeback-Überraschung: Frederik Rønnow - Timo Baumgartl, Robin Knoche, Diogo Leite - Christopher Trimmel, András Schäfer, Rani Khedira, Janik Haberer, Niko Gießelmann - Sheraldo Becker, Jordan Siebatcheu
Wir sind gespannt, wie die Reaktion des VfL an diesem Nachmittag ausfallen wird. Widmen wir uns damit den handelnden Protagonisten! Der Verein für Leibesübungen aus Wolfsburg hat folgende Anfangsformation nominiert: Koen Casteels - Ridle Baku, Maxence Lacroix, Micky van de Ven, Paulo Otávio - Mattias Svanberg, Maximilian Arnold, Bartol Franjić, Josip Brekalo - Lukas Nmecha, Luca Waldschmidt
Die Wölfe-Führung entschied unter der Woche, den 34-Jährigen vom Teamtraining auszuschließen. Von Kruse, dem eine unprofessionelle Arbeitsauffassung vorgeworfen wird, seien zuletzt "keine Impulse und keine konstruktive Mitarbeit" gekommen, erklärte der Trainer und bestätigte das Aus des Spielmachers. "Was wir brauchen, sind Spieler, die den Fokus hundertprozentig auf den Verein haben", sagte auch Sportdirektor Marcel Schäfer, und fügte an, dass es "keine Entscheidung gegen einen, sondern eine für die Mannschaft" gewesen sei.
Die sportliche Trendwende hofft man in der Autostadt damit endlich eingeleitet zu haben. Die ernüchternde Ausbeute von zuvor zwei Remis (gegen die Aufsteiger aus Bremen und Schalke) sowie drei Niederlagen in München, Leipzig und Köln-Müngersdorf hatte bereits Kritik am kroatischen Übungsleiter, der erst im Sommer beim VfL übernommen hat, laut werden lassen. Nach dem Wolfsburger Befreiungsschlag an Kovač' alter Wirkungsstätte dominierte trotzdem Kreativgeist Max Kruse einmal mehr die Schlagzeilen.
Im Lager des Auswärtsteams aus Wolfsburg herrscht hingegen maximal zaghafter Optimismus vor. Zwar konnte der VfL vor acht Tagen im Frankfurter Waldstadion endlich den ersten Liga-Erfolg 2022/2023 einfahren, dennoch liegt spielerisch weiterhin einiges im Argen beim Deutschen Meister von 2009. Ein Kopfball-Treffer von Maxence Lacroix in der 60. Minute aus einer Standardsituation heraus genügte den Niedersachsen gegen müde wirkende Eintrachtler, ansonsten begnügten die sich weitestgehend diszipliniert mit Defensivaufgaben. "Wir haben aufopferungsvoll gearbeitet. Das ist aber erst der Anfang!", kommentierte Coach Niko Kovač nach Spielende.
Einzig im internationalen Geschäft tut sich der 1. FC Union weiterhin schwer. Nach dem engen 0:1 zum Auftakt der Gruppenphase in der Europa League im Heimspiel gegen den belgischen Namensvetter aus Saint Gilloise stand am Donnerstag der zweite Auftritt an. Beim portugiesischen Vertreter aus Braga agierte der Bundesliga-Fünfte der Vorsaison abermals unglücklich und unterlag aufgrund eines Abstauber-Tores mit 0:1. Ansehnliche Annäherungen von Becker, Diogo Leite und Ryerson landeten nicht im Ziel. Dieser nächste kleine Ausrutscher im Europapokal dürfte die aktuell prächtige Gesamtstimmung im rot-weißen Teil der Bundeshauptstadt allerdings nur marginal trüben.
Cheftrainer und Architekt der sensationellen Entwicklung bei den Köpenickern ist Urs Fischer, der sich nach Abpfiff beeilte überbordende Euphorie zu bremsen. Der nüchterne Schweizer betitelte seine Mannschaft als Spitzenreiter als "Momentaufnahme", schob jedoch genauso nach: "Die Fans dürfen feiern! Ich schaue etwas anders auf das Ganze. Aber was mich beim Blick auf die Tabelle freut, sind die 14 Punkte, die wir haben." Gestern strauchelte zudem der FC Bayern beim 0:1 in Augsburg, diese Vorlage hofft der FCU natürlich im Fernduell zu verwerten.
Von den jüngsten Erfolgserlebnissen beflügelt trotzte Union zu Monatsbeginn dann ebenfalls dem Rekordmeister Bayern München beim 1:1 an der Alten Försterei  verdientermaßen einen Zähler ab. Weil vergangenes Wochenende schließlich ein Hübers-Eigentor gegen am Ende auch noch mit Gelb-Rot dezimierte Kölner zum vierten Saisontriumph reichte, brachten die Kicker von der Spree dem FC nicht nur dessen erste Ligapleite überhaupt bei - sondern es glückte auch der historisch einmalige Sprung an die Tabellenspitze. 
Erstmals in der Klubgeschichte grüßten die Eisernen vor einem Spieltag in der deutschen Beletage als Tabellenführer! Und das haben sie sich redlich verdient, ist der FCU bisher doch komplett ungeschlagen durch den nationalen Ligabetrieb gepflügt. Dank eines klaren 3:1 über Stadtrivale Hertha flog der Verein aus der Wuhlheide nur so aus den Startblöcken in die neue Spielzeit, im Anschluss ließen die Berliner auf eine umkämpfte Nullnummer in Mainz ein 2:1 über das ambitionierte RB Leipzig sowie ein furioses 6:1 bei Aufsteiger Schalke 04 folgen.  
Hallo und herzlich willkommen: Der 1. FC Union Berlin und der VfL Wolfsburg eröffnen diesen Fußball-Sonntag in der Bundesliga.
Spielplan

Hinrunde


Rückrunde


Relegation

Tabelle
Pl. Verein Sp. Pkt. Diff.
1 Bayern 18 37 36
2 Union Berlin 18 36 9
3 RB Leipzig 18 35 15
4 Dortmund 18 34 8
5 Freiburg 18 34 4
6 Frankfurt 18 32 11
7 Wolfsburg 18 29 14
8 M'gladbach 18 25 5
9 Leverkusen 18 24 0
10 Bremen 18 24 -8
11 Mainz 05 18 23 -3
12 Köln 18 22 -2
13 Hoffenheim 18 19 -5
14 Augsburg 18 18 -10
15 Stuttgart 18 16 -10
16 Bochum 18 16 -25
17 Hertha BSC 18 14 -12
18 Schalke 04 18 10 -27