Falkenstein erhält weniger Kredit als beantragt

Zwei Millionen Euro wollte die Kommune aufnehmen, nur 1,6 Millionen bekommt sie. Trotzdem werden alle Vorhaben bezahlt.

Falkenstein.

Es klingt nach einer Klatsche: Die Stadt Falkenstein darf nicht, wie geplant, für ihre Investitionen einen Kredit über zwei Millionen aufnehmen. Stattdessen erlaubt ihr die Kommunalaufsicht des Vogtlandkreises lediglich 1,61 Millionen Euro. Doch für Bürgermeister Marco Siegemund (CDU) und seinen Kämmerer Timo Zimmer ist der ganze Vorgang eher "ein Zahlenspiel" - reale Auswirkungen habe er nicht. Denn die Stadt wurde angewiesen, eine Vorsorgerücklage von 302.000 Euro aufzulösen und diese für Investitionen zu verwenden - damit ist wieder eine Summe von über 1,9 Millionen Euro verfügbar. "Bisher durften wir diese Rücklage nicht antasten, jetzt müssen wir sie zwingend verwenden", so der Kämmerer - die Vorgaben hätten sich geändert. Mit den 1,9 Millionen könne man nach jetzigem Stand alle geplanten Vorhaben für 2019 und 2020 umsetzen, wenn die Fördergelder wie geplant fließen.

Die Stadt investiert unter anderem weiter in den Rathaus-Umbau, in ihre beiden Kindertagesstätten, den Straßenbau sowie die Sanierung der Trützschler-Oberschule. Allein hier plant Falkenstein Investitionen von insgesamt 750.000 Euro für Dachsanierung, Blitzschutz und eine dämmende Zwischendecke.

Die geplante Kreditaufnahme ist laut Siegemund die erste seit der Wende - durch die aktuell weiter sehr niedrigen Zinsen sei sie ein guter Weg, viele Vorhaben voranzubringen. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Falkensteiner werde nur kurzzeitig von derzeit 1340 auf dann 1396 Euro steigen - bereits ab 2023 soll sie sogar deutlich sinken, auf dann nur 1100 Euro. Die Stadt Falkenstein steht finanziell so gut da, dass sie als eine von wenigen vogtländischen Kommunen die sogenannte "Reichensteuer" zahlen muss.

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