Infopolitik zu Fest wirft Fragen auf

Erntedankfest: Kulturchef begrüßt Verlegung

Oelsnitz.

Es hat den Anschein, als ob niemand den schwarzen Peter haben wollte, das Landeserntedankfest vom 2. bis 4. Oktober abzusagen: Am Ende hat es nun die ausrichtende Stadt verkündet - nachdem Oelsnitz auf Nachfragen dazu stets ans Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum und die beteiligten Staatsministerien verwiesen hatte.

Als neuen Termin verkündete OB Mario Horn (CDU) den 1. bis 3. Oktober 2021. "Wir haben angeboten, das Fest nächstes Jahr auszurichten", erklärte Horn gegenüber "Freie Presse" bereits vor drei Wochen. "Wir haben diese Chance verdient. Für eine qualitative Vorbereitung ist das durchaus besser, es so zu machen. Bei den ganzen Einschränkungen hätten es viele nicht verstanden, dass wir dieses Jahr groß feiern", so Daniel Petri, Chef der Oelsnitzer Kultur GmbH. "Bei der Programmplanung waren wir richtig weit, am wenigsten stand noch die Einbeziehung der Schulklassen", sagte Petri zum Stand. Wie geplant soll auch 2021 Stefanie Hertel für die Sause verpflichtet werden.

Für Irritationen sorgte Horn indes, als er im Stadtrat auf Frage von Marion Schröder (CDU) zur Absage ans Ministerium für Regionalentwicklung verwies. Das sei aber Sache der ausrichtenden Stadt, spielte Ministeriumssprecher Frank Meyer auf "Freie Presse"-Anfrage den Ball zurück nach Oelsnitz. Drei Stunden später sagte die Stadt das Fest ab. Indes: Das Landeskuratorium soll nach "Freie Presse"-Infos die Übernachtungen für das Fest bereits am 25./27. April storniert haben. (hagr)

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