Jugendblasorchester füllt Kirche bis zur obersten Empore

Auerbach schwelgte zum Konzert am Samstag in alten Melodien und längst vergangenen Zeiten. Ein Musiker fand beim Auftritt zurück zu seinen Wurzeln.

Auerbach.

"Ein Lied geht um die Welt": Mit diesem Titel begrüßte das Jugendblasorchester Auerbach am Samstag die Besucher in der St. Laurentiuskirche zu seinem Neujahrskonzert. Sie füllten das Gotteshaus bis auf die zweite Empore aus, spielten vor einer voll besetzten Kirche.

Das Orchester unter Leitung von Andreas Schmidt entführte mit schwungvollen Melodien in die 20er bis 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Damen hatten sich im Stil des "Goldenen Zeitalters" gekleidet, die Herren trugen analog zum Auerbacher Stadtwappen gelbe Fliege auf schwarzem Hemd. Es erklangen Melodien aus "Im weißen Rössel am Wolfgangsee", "Ich tanz mit dir in den Himmel hinein", "La Paloma" und "Ich brech die Herzen aller Frauen". "Wie einst Lilly Marleen" stand Stella Köhler an der Laterne und ließ die Bläser das bei den Weltkriegssoldaten beliebte Lied anstimmen. Den Refrain sang das Publikum mit. Tierisch ging es bei "Max Raabe in Concert" zu. "Mein Gorilla", "Rinderwahn" und "Kein Schwein ruft mich an" erinnerten an den Liedermacher. Mit "Salome" von Robert Stolz und dem Persischen Marsch von Johann Strauß' Sohn ging es in den Orient. An die "Comedian Harmonists" knüpfte das Vocalensemble "HarmoNovus" an, das der Gastgeber für seine Auftritte gewinnen konnte. Das Quartett stellte mit viel Witz bekannte Lieder aus den 30er Jahren vor. Bei "Mein kleiner Kaktus" applaudierte das Publikum am heftigsten. Dem Chorleiter Andreas Schmidt überreichte der 2. Tenor, Martin Ackermann, zur Erinnerung einen Kaktus. Ackermann ist gebürtiger Ellefelder und begann seine Karriere beim Jugendblasorchester, ist heute Berufsklarinettist und trat als vierter Mann dem 2002 gegründeten Ensemble bei. Dem gehören der Bariton Gustav Augert, der 1. Tenor Frederic Haarig und der Bass Christian Hermann an. Hergestellt hat die Verbindung die Querflötistin Friedericke Köhler, die das Programm mit konzipiert hat. Die jüngsten Mitglieder des 36 Mitglieder starken Orchesters sind die Schlagzeuger Paul Kropfgans (12) und Yannik Ressel (13). Das Orchester quälen aber Nachwuchssorgen. Für alle Instrumente sind junge Leute gefragt, die Lust und Liebe zum Musizieren haben.

Die Neujahrskonzerte werden auch in Zukunft in der St. Laurentiuskirche stattfinden. Das Frühjahrskonzert wird zweimal gegeben, und zwar am Sitz des Orchesters, der Geschwister-Scholl-Schule Auerbach. Beim Herbstkonzert musizieren die Bläser in der neuen Schlossarena Auerbach.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...