Kuhbach bereitet Schnarrtanne Sorgen

Ein Teil des Bachbettes wurde renaturiert. Doch wo das noch aussteht, gibt's regelmäßig Überschwemmungen.

Schnarrtanne.

Weil der Kuhbach in Vogelsgrün bei Starkregen immer wieder für Überschwemmungen sorgt, hat sich der Ortschaftsrat der Sache angenommen. "Wie geht es weiter mit dem Kuhbach?", wollte der Rat deshalb zur jüngsten Sitzung von Patrick Zschiesche und Kerstin Petzold vom Bauamt im Auerbacher Rathaus wissen.

Mit Uwe Weidlich, der am oberen Abschnitt des Kuhbaches zwischen Schönheider und der Vogelsgrüner Straße wohnt, meldete sich in der Sitzung des Ortschaftsrates auch ein Betroffener zu Wort. Bei Starkregen habe er das Wasser des Kuhbachs vor seiner Haustür, schilderte er die Situation.

Wie im Ortschaftsrat informiert wurde, konnte der mittlere Abschnitt des Kuhbaches mit Fördergeldern renaturiert werden. Dabei wird das teilweise in Rohre gezwungene Gewässer befreit und ihm ein natürliches Bachbett zurückgegeben. Derzeit plant die Stadt Auerbach die Fortsetzung dieser Maßnahme entlang des Bachlaufes in Richtung Brunn. Aber die Wassermassen sammeln sich am oberen, bebauten Teil des Kuhbaches. Nach den bisherigen Planungen der Stadt sollte dort mit dem Bau eines Regenrückhaltebecken für Entlastung gesorgt werden. Bislang scheiterte dessen Bau, weil eine Anwohnerfamilie dem nicht zustimmte. "Eine andere Lösung ist bis jetzt nicht in Sicht. Die Sache ruht zur Zeit", räumte Kerstin Petzold vom Bauamt ein.

Weil Ausläufe und Durchlässe im oberen Kuhbach-Abschnitt marode sind und eine Grundstücksmauer einzustürzen droht, drängte der Ortschaftsrat auf eine Lösung. "Ich lege auch nicht meinen Keller trocken, wenn das Dach defekt ist", kommentierte Ratsmitglied Dieter Götz (CDU) - und präsentierte einen Lösungsvorschlag aus Treuen, dem Auerbach folgten könnte, so seine Meinung: Am Beispiel eines Baches in der Ortschaft Hartmannsgrün schlug er eine Erweiterung des Bachbettes vor. So könne es bei Bedarf mehr Wasser aufnehmen. Götz hatte den dortigen Bachlauf fotografiert und die Fotos dem Bauamt überlassen.

"Wir werden prüfen, ob das in unserem Fall machbar ist", versprach Fachbereichsleiter Patrick Zschiesche. Allerdings schränkte er ein: "Für die defekten Durchlässe ist das Straßenbauamt zuständig."

An der Fortführung der Bachrenaturierung in Richtung Brunn will die Stadt unterdessen festhalten. Eine Grobplanung liege vor, hieß es im Ortschaftsrat. Wenn eine detaillierte Planung erstellt ist, soll ein Förderantrag gestellt werden.

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