"Atlantis" lebt als Jugendtreff wieder auf

Seit Ende Mai hat die Villa in Mylau geöffnet. Der neuer Leiter rührt die Werbetrommel. Auch eine Werkstatt könnte es geben.

Mylau.

Nach fünf Monaten Pause brennt im Jugendtreff "Atlantis" im Reichenbacher Ortsteil Mylau jetzt wieder Licht. Seit 28. Mai hat die Villa geöffnet. "Alle Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen sieben und 27 Jahren sind herzlich eingeladen, Dienstag bis Freitag jeweils 14 bis 18.30 Uhr unsere Räumlichkeiten in der Netzschkauer Straße 48 zu besuchen", sagt der neue Leiter des Hauses, Jürgen Schuster.

Die Arbeiterwohlfahrt, in deren Trägerschaft sich der Club seit 2001 befand, hatte Ende 2018 das Handtuch geworfen. Neuer Träger wurde der Verein für offene Jugendarbeit, der auch die Jugendzentren Jam in Reichenbach und L.E. in Lengenfeld betreibt sowie Mobile Jugendarbeit anbietet. Für die halbe Stelle war es jedoch unmöglich, Fachpersonal zu finden. Dem Verein gelang es, nach Gesprächen mit dem Jugendamt des Vogtlandkreises letztlich eine Dreiviertelstelle mit 30 Wochenstunden ausschreiben zu können.


Auf diese Stelle hatte sich Jürgen Schuster beworben. Der 46-jährige Erzieher und Diakon lebt in Oberfranken. "Nach zwölf Jahren in der sozialpädagogischen Familienhilfe in den Landkreisen Wunsiedel und Tirschenreuth wollte ich etwas Neues machen", sagt er.

Dankbar ist er, dass die Stadt Reichenbach die Villa zur Verfügung stellt und die Arbeit des Jugendtreffs mit Material unterstützen will. Aktuell ist - auch aus Brandschutzgründen - nur das Erdgeschoss nutzbar. "Wir bieten Billard, Tischtennis, Playstation 3 und Xbox und sind dabei, freies Wlan zu ermöglichen", erklärt Schuster. Die ersten Jugendlichen kommen bereits in den reaktivierten Treff. Der neue Leiter will weiter die Werbetrommel rühren. Vor allem an den Schulen in Mylau und Netzschkau. Dazu sollen auch die Beginner-Tage Anfang des neuen Schuljahres genutzt werden. Auch ein Event zum Reinschnuppern sei denkbar.

Die jungen Leute sind aufgerufen, sich an der Gestaltung und Einrichtung der Räume zu beteiligen. "Wir sorgen für Speis und Trank, ihr für Mithilfe und Nutzung der Räume", wirbt der Trägerverein. Jürgen Schuster hält auch eine kleine Werkstatt für machbar, egal ob Holz- oder Fahrradwerkstatt.

Für die Sommerferien wird diesmal kein Programm vorbereitet. Der Treff schließt sogar für drei Wochen. Doch 2019 gilt letztlich als Übergangsjahr zur Angebotssicherung, in dem künftiger Bedarf und Konzept geklärt werden sollen.

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