Auf die Eier, fertig, los

Die großen Ostereiersuchen in der Region hatten schon Volksfestcharakter. Bei der Suche gab's Rekorde, technische Unterstützung und Erinnerungen ans Sachsentag-Baby.

Reichenbach/Netzschkau.

Besseres Wetter als am Samstagvormittag hätten sich die Organisatoren der Ostereiersuchen in der Region nicht wünschen können. Schon lange vor dem Start standen die Besucher vor den Parkeingängen. Unter ihnen waren viele ehemalige Vogtländer, die ihre Familien zu Ostern besuchten.

In Reichenbach versammelten sich sogar Schaulustige auf dem Stadtsteg, um dem Treiben im Park der Generationen zuschauen zu können. Dort hatte das Fitnessstudio Injoy traditionell zur Ostereiersuche eingeladen, unterstützt durch die Stadtverwaltung und weitere Akteure. Stadtsprecherin Heike Keßler berichtete, dass in den vergangenen Tagen Leute in der Stadtverwaltung angerufen hätten, die sich nach den Erfolgsaussichten bei der Eiersuche erkundigten. "Ich habe allen geraten, ein Not-Ei mitzunehmen, falls das Kind nichts findet", sagte sie. Dabei hatten die Initiatoren in diesem Jahr mit 800 Eiern 200 mehr als im Vorjahr versteckt. Nicht einmal 44 Minuten dauerte es, bis alle drei goldenen Eier gefunden waren. In den Vorjahren war oft die doppelte Zeit notwendig. Eines der Verstecke konnte nur über Facebook gefunden werden - wo es heiße Tipps und Bilder vom Park gab.

Christoph Ulrich

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Mit dem ersten goldenen Ei kamen Emma (9), Leonie (11) und Antonia (10) zum Injoy-Stand. "Wir sind seit langem wieder einmal da, denn die letzten Jahre waren wir immer im Urlaub", sagte mit Marcus Fritzsch der Papa von Emma und Leonie. Sie hatten Antonia aus Stuttgart mitgebracht, waren mit Walkie Talkie ausgerüstet und grasten den Park gezielt ab. Ins Kinderkaufhaus - dafür gab's einen Gutschein - wollen die Schwestern Emma und Leonie gemeinsam gehen. Leonie sorgte übrigens schon am Tag ihrer Geburt im Jahr 2007 für Gesprächsstoff in Reichenbach - als Sachsentag-Baby. Das zweite goldene Ei fand Mia-Jolin (4), die sich für den Freibadgutschein entschied. "Wir gehen gern ins Bad, da passt die Jahreskarte gut", sagte die Mama. Das dritte goldene Ei tauschte Maximilian aus Greiz gegen einen Kinderkaufhausgutschein ein. Der soll für Lego-Figuren eingesetzt werden.

Die Kleintierzüchter aus Unterheinsdorf hatten einen Streichelzoo aufgebaut. Dort zeigte eine Ziege, dass sie auch als Rasenmäher geeignet ist. Sie erhielt jede Menge Streicheleinheiten, genau wie die Küken. Die Gruppe Tastra spielte zur Unterhaltung auf. Neben dem Wasserwerk wurden gegrillte Roster sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Das lockte einige Besucher zum längeren Verweilen. Auch die Spielplätze im Park waren gut frequentiert. Lediglich der Wasserspielplatz konnte nicht komplett genutzt werden, da das Wasser noch abgestellt ist.

Im Netzschkauer Schlosspark warteten 400 bunte Eier und 450 Ostergeschenke auf die Finder. Wer leer ausging, hatte die Chance auf Preise bei verschiedenen Spielangeboten. Eltern und Großeltern starteten beim Sackhüpfen oder Eierlaufen um die Wette mit ihren Kindern oder Enkeln. Die Ponys von Heinke Schenker standen kaum still. "Wir haben die Ostergeschenke schon im Februar besorgt, sonst hätten wir diese Menge nicht mehr bekommen", sagte Ramona Spörl vom Gewerbeverein, der die Aktion organisiert. Großer Beliebtheit erfreute sich die Seilbahn, die 2018 in Betrieb genommen wurde. Der Bürgerverein Netzschkau für eine l(i)ebenswerte Stadt hatte dafür Spenden gesammelt. Viele Familien nahmen Fotos auf dem Handy mit nach Hause, auf denen sie mit den beiden Osterhasen in der von Detlef Purfürst gestalteten Dekoration zu sehen sind. Dass Osterhase und Weihnachtsmann identisch sind, ist nur an der Stimme zu erkennen, während Osterhäsin und Engel ihr Gesicht unverhüllt zeigen.

Eine weitere Ostereiersuche fand in Lengenfeld statt, wo die Jugendfeuerwehr 500 Eier im Park versteckt hatte - und für Spannung und Spaß bei Kaiserwetter sorgte.

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