Bahn: Von Thüringen lernen

Fahrgastverband fordert Ausbau der Magistrale

Reichenbach/Plauen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn Mitteldeutschland/Westsachsen begrüßt die neue Initiative des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes zum überfälligen Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale. Doch das Engagement der Oberbürgermeister von Chemnitz, Zwickau, Plauen, Hof, Bayreuth und Marktredwitz allein reiche leider nicht, meint Bertram Zetsche von Pro Bahn. Eine rasche Lösung, um die von Dresden bis Hof reichende Elektrifizierung durchgehend bis Nürnberg durchzusetzen, sei nur "auf höchster politischer Ebene" möglich.

Wie das funktionieren könnte, zeigt ein Blick nach Thüringen. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte 2017 im Bundesrat der Pkw-Maut zugestimmt und dafür dem damaligen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Zusage für eine Intercity-Anbindung für Gera abgerungen. "Seit Dezember 2018 ist diese Anbindung existent", erklärt Bertram Zetsche.

Ein ähnlich engagiertes Vorgehen empfiehlt Bertram Zetsche Sachsens Landesregierung: Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ebenso wie Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), der aus dem Vogtland stammte und in dessen Zuständigkeit das Thema Bahn auch fällt. Doch Dresden hält sich bislang zurück. (ur)

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