Bauarbeiten laufen auf Hochtouren in der Parkgaststätte

Ein Pächter steht schon bereit für das Traditionshaus in Lengenfeld. Die Arbeiten erweisen sich aber als knifflig.

Lengenfeld.

Die Parkgaststätte in Lengenfeld ist zurzeit eine einzige große Baustelle. Mitarbeiter von fünf Gewerken geben sich zu mancher Zeit gleichzeitig die Türklinke in die Hand. Baumeisterarbeiten sind nötig. Der Elektriker ist vor Ort. Der Trockenbauer, der Fliesenleger, der Maler und der Klempner auch. Der Stadtrat hatte im Juni beschlossen, vorerst 85.000 Euro für dringende Sanierungsarbeiten am Gebäude bereitzustellen. Ziel dieser Investitionen ist es, die Gaststätte in einen verpachtbaren Zustand zu versetzen und das unter Denkmalschutz stehende Gebäude vor weiterem Verfall zu bewahren.

Nach mehr als einem Jahr Leerstand fand sich jetzt ein neuer Pächter. Dieser möchte das Objekt gern im September übernehmen. Unter anderem ist derzeit eine Baufirma aus Lengenfeld damit beschäftigt, die Grundmauern trocken zu legen. "Verstopfte Abflussrohre sind die Hauptursache für die nassen Mauern", so Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld). Polier Torsten Bräutigam von der Firma S und P Bau GmbH aus Lengenfeld erklärt, was gemacht wird: "Um die Isolierschicht aufbringen zu können, brauchen wir eine glatte Fläche. Die Grundmauer besteht aber aus Natursteinen, die noch dazu stark ausgebrochen sind." Eine Vorsatzschale habe man angebracht, so die exakte Bezeichnung für eine vor die Grundmauer gesetzte Betonwand, die als Untergrund für die vertikale Isolierschicht dient. Für diese Arbeiten war es notwendig, die gesamten Grundmauern rund um das Gebäude freizulegen.

Bürgermeister Bachmann sieht die Arbeiten auf einem guten Weg: "Im Innenbereich sieht es schon gut aus. Die Baufortschritte sind erkennbar." Der Stadtchef räumt aber auch ein, dass kein Tag vergehe, an dem es bei den Bauarbeiten im und am alten Gemäuer nicht zu unvorhersehbaren Überraschungen komme. Bis jetzt ließen sich aber alle Probleme recht gut lösen, so Bachmann weiter.

Der Stadtchef geht davon aus, dass zumindest die Innenarbeiten bis September fertiggestellt sind und der Pächter einziehen kann: "Die Außenanlagen, insbesondere die Terrasse und die Treppe schaffen wir bis dahin aber nicht. Als Zugang dient vorübergehend der Hoteleingang auf der anderen Gebäudeseite." Auch mit der Denkmalschutzbehörde gab es Abstimmungen. Auf jeden Fall, so Bachmann weiter, haben alle Bauarbeiten das Ziel, den äußeren Charakter des Gebäudes zu erhalten.

In die Zeit des Leerstandes fällt auch der Wechsel der Zuständigkeit. Herbert Pscherer vom gleichnamigen Bildungsinstitut hatte um Aufhebung des Erbbaupachtvertrages gebeten, nachdem es ihm nicht gelungen war, einen neuen Pächter zu finden.

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