Früchte und Blumen für den Altarraum

Das Erntedankfest ist in Lengenfeld, Plohn und Röthenbach ist ein Höhepunkt des Kirchenjahres. Die Spenden zum Schmücken der Kirche dienen noch einem guten Zweck.

Lengenfeld.

Neben Weihnachten und Ostern gehört das Erntedankfest im Kirchspiel Lengenfeld-Plohn-Röthenbach zu den wichtigsten kirchlichen Festen des Jahres. An diesem Tag sind die Sitzreihen in allen drei Gotteshäusern immer besonders gut gefüllt. Vorgestern feierten die Christen in Lengenfeld und Plohn das Erntedankfest. Am nächsten Sonntag sind die Röthenbacher an der Reihe.

Für den Erntedankgottesdienst schmücken die Gemeindeglieder eigenhändig ihre Kirche. Sie bringen mit, was der Herbst bietet: selbst geerntetes Obst, Gemüse aus dem Garten und Blumen. Gärtnermeister Wilhelm Billhardt lässt es sich auch mit seinen 89 Jahren nicht nehmen, einen Gemüsekorb in die Kirche zu tragen. Dieses Jahr war es sein 75. Korb, den er zum Schmücken der Kirche beisteuerte. Imker Martin Pietsch brachte Honig vorbei, den seine Bienen im Laufe des Jahres gesammelt hatten. Die Kinder der Christenlehre bastelten aus Naturmaterialien Herbstschmuck für die Bankreihen in der Kirche. Außerdem hatten sie zuvor unter Anleitung der Gemeindepädagogin Maja Härtel Plätzchen gebacken, die sie nach dem Gottesdienst verkauften. "Den Erlös spenden wir für Brot für die Welt", kündigt Maja Härtel an. Vor der Kirche waren viele fleißige Hände am Werk, um Efeugirlanden um das Treppengeländer zu winden. Auch in Plohn brachten die Christen des Ortes Erntegaben zum Schmücken der Kirche.

Pfarrer Jörg-Martin Spitzner sagte dazu: "Gerade weil wir scheinbar alles im Überfluss haben, sogar in solchen Jahren wie diesem mit Dürre und schlechter Ernte, ist es von großer Bedeutung, das Erntedankfest zu feiern." Es sei wichtig, den Menschen bewusst zu machen, dass man allen Grund habe, dankbar zu sein. Spitzner: "Eben, weil wir alles haben, was wir zum Leben brauchen." Das Schmücken der Kirche überließ er den vielen fleißigen Händen. Er hatte sich bereits am Samstag, als alle Vorbereitungen noch in vollem Gange waren, über seine Predigt Gedanken gemacht, die er am Sonntag gleich zwei Mal hintereinander halten musste, zuerst in Lengenfeld, dann anschließend in Plohn. Er sagt: "Sicher ähneln sich meine Worte bei diesen beiden Predigten, aber ich gehe natürlich auch auf die Unterschiede ein. Hier in Lengenfeld feiern wir einen Familiengottesdienst und in Plohn ist es eher ein typischer dörflicher Gottesdienst."

Mit dem Gottesdienst am Sonntag in der Lengenfelder Kirche waren die Höhepunkte des Tages noch nicht erschöpft. Die Musikschüler der Kirchgemeinden Lengenfeld und Waldkirchen-Irfersgrün hatten für den Abend ein Konzert zum Erntedankfest vorbereitet, eine gute Gelegenheit, ihr Können auf den verschiedenen Instrumenten einmal der Gemeinde zu präsentieren.

Alle Spenden für das Schmücken der Kirche gingen gestern zum Teil an die Hilfsorganisation Brotkorb. Dort verteilen ehrenamtliche Helfer die Lebensmittel an Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Ein weiterer Teil der Lebensmittel geht in den evangelischen Kindergarten nach Auerbach.

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