Für schöneren Heimatort packen viele an

Das sonnige Frühlingswetter hat viele Vogtländer hinaus ins Freie gelockt. Großreinemachen war dabei in Heinsdorfergrund angesagt. Doch es wurde nicht nur geputzt.

Heinsdorfergrund.

Die Oberheinsdorfer haben Verbesserungen für den Nachwuchs im Ort geplant. Auf dem ehemaligen Sportplatz entsteht ein Bolzplatz für die etwas größeren Kinder.

"Wir haben dafür alles plan gemacht und Löcher verfüllt, Mutterboden aufgezogen und Rasen angesät", sagte Ortsvorsteher Torsten Hofmann. Für den Ballfangzaun und das Tor wurden Hülsenfundamente einbetoniert. Der Zaun soll dafür sorgen, dass die Kinder auf dem benachbarten Spielplatz nicht durch herumfliegende Bälle gestört werden. Jetzt soll der Rasen anwachsen, dann wird das Tor aufgebaut. Die Gemeindeverwaltung kümmert sich um das Material, der Bau wird in Eigenleistung gestemmt. "Dann müssen die Kinder nicht mehr nach Unterheinsdorf oder Hauptmannsgrün", so Hofmann. Auch Winterdreck und altes Laub wurden beseitigt, die Beete vor der Gemeindeverwaltung erhielten eine Frühjahrsbepflanzung, und die Bushaltestellen wurden gereinigt. Brigitte Greyerbiehl sieht im Arbeitseinsatz das erste Zusammentreffen der Bewohner im Jahr, bei dem gemeinsam gearbeitet und dann bei Rostern und Getränken geredet wird.

Letzteres ist auch ein wichtiger Grund für die Hauptmannsgrüner, die an drei Einsatzstellen arbeiteten. Die Bushäuschen waren schnell gereinigt. Beim Gefallenendenkmal in Ortskern musste schwere Technik her, um die Baumstümpfe zu roden. "Das Denkmal wird neu gestaltet. Wir kümmern uns um die Vorarbeiten", verriet Andreas Spiller. "Ich gehe auf dem Schulweg immer hier vorbei und freue mich, wenn alles schön aussieht. Deshalb helfe ich beim Kehren und Saubermachen", sagte die achtjährige Linda. Viele fleißige Hände kümmerten sich um das Gelände am Mühlteich. "Wir haben den Entwässerungsgraben frei gemacht, die Böschung geharkt und jede Menge Müll aufgelesen", fasste Jürgen Eckstein zusammen. Warum in der Landschaft alles Mögliche von Fastfood-Verpackungen über Glas- und Plastikflaschen bis zu Papiertaschentüchern liegt, verstehen die Helfer nicht. "Hier sind genug Abfalltonnen, die auch regelmäßig geleert werden", sagte Christine Koppisch. "Wir werden immer von einer Gruppe junger Leute vom L*abore-Festival unterstützt. Die feiern nicht nur, sondern helfen auch", so Eckstein. Er kann die permanente Kritik an den paar Veranstaltungswochenenden nicht verstehen.

In diesem Jahr wird das Jubiläum 25 Jahre Heinsdorfergrund gefeiert. Einen Vorgeschmack darauf gab es am Samstagnachmittag beim 5. Frühlingserwachen auf dem Dorfplatz an der alten Schule Unterheinsdorf. Der Kleintierzüchterverein war mit einem Streichelzoo präsent. Die Jugendfeuerwehr zeigte Vorführungen. Speis und Trank gab es auch. Kaffee und Kuchen wurden von Eltern der Hauptmannsgrüner Grundschüler angeboten.

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