Greizer Busse packen Stroh in den Tank

Energieversorger und Nahverkehrsbetrieb schließen Vertrag -Biodiesel wird in Leipzig produziert

Greiz.

Um den Klimaschutz voranzubringen und den Kohlendioxid-Ausstoß in Greiz zu reduzieren, haben die Energieversorgung Greiz und der dortige Nahverkehrsbetrieb PRG eine neue vertragliche Vereinbarung geschlossen. Die von der PRG eingesetzten Erdgasbusse werden dabei mit Bio-Erdgas von der eigenen Betriebstankstelle betankt.

Ronny Stieber, Geschäftsführer der EV Greiz: "Bei der politisch gewollten Verkehrswende sollten wir nicht ausschließlich auf E-Fahrzeuge setzten. Gerade im Transportgeschäft kann grünes Gas eine echte Alternative sein. Bio-Erdgas entsteht bei der Fermentation von Reststoffen aus Stroh und ist chemisch genauso gut wie normales Erdgas, aber eben zu 100 Prozent kohlendioxidfrei." Produziert wird das Bio-Erdgas von der Verbio AG aus Leipzig. "Für das im Jahr 2020 benötigte Bio-Erdgas der PRG werden zirka 170 Tonnen beziehungsweise 680 Ballen Stroh benötigt", so Stieber weiter. Stefan Meißner, Geschäftsführer der PRG, ergänzt: "Der Einsatz von Bio-Erdgas führt zu keinerlei Mehrkosten bei unseren Fahrgästen. Gleichzeitig können wir unseren Kohlendioxid-Ausstoß um rund 110 Tonnen bis Ende des Jahres senken." Die Klimastrategie der Landesregierung sagt aus, dass rund 25 Prozent der Treibhausgasemissionen in Thüringen aus dem Verkehrsbereich kommen. Die Bio-Erdgasbusse der PRG sind an den größeren Dachaufbauten erkennbar. Unter diesen befinden sich die Gastanks. (nie)

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