Große und kleine Helfer klotzen ran

In Netzschkau, Reuth und Schönbach wurden Spiel- und Freizeiteinrichtungen verschönert. Nicht überall haben so viele Leute mitgemacht, wie erhofft.

Netzschkau/Reuth/Schönbach.

Die Aktion "Gemeinsam geht's besser" hat am Samstag zahlreiche Vogtländer zum Mitmachen motiviert. Dabei wurden vor allem Spiel- und Freizeiteinrichtungen auf Vordermann gebracht. In Reuth packten rund 40 Helfer an, die meisten Mitglieder der örtlichen Sportgemeinschaft. Sie kümmerten sich um das Areal Turnhalle, Spielplatz und Sportplatz. Putzeimer, Lappen, Besen, Schubkarren, Schaufeln und andere Arbeitsmaterialien sowie Werkzeuge standen hoch im Kurs.

In der Turnhalle wurden kleinere Ausbesserungsarbeiten an Türen und Wänden erledigt. Andere Helfer kehrten Laub und Winterdreck vom Dach der Vereinsräume. Lea und Yvonne Oertel befreiten die Rabatten um den Parkplatz von Laub. Den besten Überblick hatte Tim Sumpf, der die Beleuchtung des Kunstrasenplatzes mit LED ausstattete. "Ein paar mehr Fußballer hätten ruhig kommen können", sagte eine der Helferinnen und erntete Zustimmung. Auf Kinder, die gerade nichts zu tun hatten, wartete ein sportlicher Parcours in der Turnhalle.

Auch auf dem Schönbacher Spielplatz herrschte reges Treiben. Mehr als 40 Helfer, etwa die Hälfte von ihnen Kinder, kümmerten sich um das Gelände. Der Renner war dabei das neue Spielschiff, das von der Gemeinde gekauft und vom Reichenbacher Lackierzentrum getrocknet und weiß grundiert worden war.

Beim Arbeitseinsatz wurde es mit bunter Farbe verziert. Pink, Lila, hellblau, gelb waren die Renner bei den Kindern. Melissa hatte sich eine Regenbogenfarbe gemischt, die sie auf das Schiff pinselte. Maja nahm ihre Lieblingsfarben pink und lila. Vom Dach leuchtet jetzt eine gelbe Sonne. "Das Anmalen macht uns Spaß. Wir freuen uns darauf, dass wir in dem Schiff spielen können", sagte Maja und tupfte schnell ein paar Pinselstriche auf Ecken, die noch weiß geblieben waren.

Katharina Krause versuchte, mit einem dicken Pinsel Herzen zu gestalten. Sie war gemeinsam mit ihrem Mann Thomas und ihren drei Kindern gekommen. "Die Kinder haben Spaß und immer eine schöne Erinnerung", meinte Thomas Krause, während seine Frau der Tochter die Hand mit Farbe bemalte, die dann auf den weißen Untergrund gedrückt wurde. "Wir haben auch das Fundament für das neue Gerätehaus gebaut", erläuterte Bert Mahn die Betonfläche am hinteren Ende des Spielplatzes. Im Herbst waren bereits die anderen Spielgeräte repariert und gestrichen worden.

Nicht ganz so glücklich waren die Mitglieder des Bürgervereins und des Gewerbevereins Netzschkau, die zusammen mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung auf dem Spielplatz und im dazugehörigen Park arbeiteten. "Es wird immer weniger. Die Eltern mit Kindern haben kein Interesse. Auf den Dörfern scheint es besser zu funktionieren als hier", sagte mit dem Bürgervereinsvorsitzenden Matthias Röseler (41) einer der jüngsten Helfer. Er bedauert, dass die Netzschkauer lieber meckern, möglichst anonym auf Facebook, anstatt etwas für ihre Stadt zu tun, wie es sich der Verein bei seiner Gründung vor rund fünf Jahren vorgenommen hat. In Netzschkau gibt es noch einen Einsatz im Freibad, bei dem die Wasserballer des TSV Nema federführend sind.

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