Gute Noten für die Lernzeit-Betreuung

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Die Bürgermeisterin berichtet von viel Elternlob für die Hauptmannsgrüner Grundschule. Die Schulleiterin freut sich und erklärt, warum das so sein könnte.

Hauptmannsgrün.

Das Fehlen des Präsenzunterrichts an den Schulen und daraus resultierende Folgen für die Schüler ist auch im zweiten Lockdown immer wieder heiß diskutiertes Thema. "Wir würden natürlich auch unsere Grundschule am liebsten sofort wieder für alle Schüler öffnen, das wäre für Schüler, Lehrer und Eltern das beste", sagt Bürgermeisterin Marion Dick im Hinblick auf die ebenfalls nur für die Notbetreuung von Schülern geöffnete Grundschule im Ortsteil Hauptmannsgrün. "Aber ich glaube, man muss auch mal öffentlich anerkennen, wenn etwas Improvisiertes gut läuft. Über Probleme mit der Lernzeit hört man ja immer wieder. In Hauptmannsgrün scheint das jedoch sehr gut zu funktionieren. Jedenfalls haben mir viele Eltern gesagt, dass ihre Kinder gut zurechtkommen", erzählt die Ortschefin, die das Lob im nächsten "Raumbachboten" öffentlich machen will.

Den Grund für die gute Benotung sieht die Bürgermeisterin in dem vor einigen Jahren an der Einrichtung eingeführten jahrgangsübergreifenden Unterricht - diese Lernform hatte nicht unwesentlich dafür gesorgt, dass sich die Einrichtung vom Wackelkandidaten zur begehrten Schule entwickelt hat. Mittlerweile melden auch außerhalb des Schulsprengels wohnende Eltern ihre Sprösslinge in Hauptmannsgrün an. Sehr zur Freude von Schulleiterin Undine Grimm, die das von der Ortschefin übermittelte Elternlob auch aus eigener Erfahrung kennt. "Sicher gibt es hinsichtlich der Lernzeit und all ihrer Aspekte auch bei uns Unterschiede, aber die Rückmeldung ist in der Tat sehr positiv."

Grund dafür ist das im jahrgangsübergreifenden Unterricht gepflegte eigenständige Arbeiten der 83 Schüler. Das erfolgt anhand von Wochenplänen in der sogenannten Freiarbeitsphase. Im Gegensatz zu den Einzelstunden, in denen den Schülern einer Klassenstufe neues Wissen quasi klassisch vermittelt wird, üben die Schüler in der Phase mit Wochenplänen jahrgangsübergreifend und weitgehend selbstständig das Neugelernte ein. Beispielsweise in Mathe gibt es so drei Wochenstunden Freiarbeit bei zwei Einzelstunden. "Damit fördern wir konsequent eine frühe Selbstständigkeit, die den Schülern jetzt in der Lernzeit zugutekommt. Wenn ich das mit früher vergleiche, ist das sicher ein Vorteil. Die Schüler sind selbstständiger und auch selbstbewusster."

Darüber hinaus pflegt die Schule über verschiedene Kanäle den intensiven Kontakt zu den Eltern. "Dieser Dialog hilft uns, mit den Aufgaben weder Schüler noch Eltern zu überfordern." Sogar Schulhund Oskar ist in das System eingebunden. Als Undine Grimm jüngst ein Foto gepostet hatte, das den Golden Retriever beim Toben im Schnee zeigt, gab es postwendend ähnlich lustige Schülerfotos zurück - mit der schönen Erkenntnis, dass auch heute noch viele Kinder Schneemänner bauen.

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