Heinsdorf honoriert besondere Projekte

Die Gemeinde bezuschusst ab sofort Initiativen, die eine Bereicherung der Sport- und Kulturlandschaft darstellen.

Heinsdorfergrund.

Ab sofort können Vereine, Interessengruppen oder auch Privatpersonen aus Heinsdorfergrund von einer neuen Fördermöglichkeit der Dreidörfer-Gemeinde profitieren, für die der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend die Grundlage geschaffen hat. Mit der Einführung einer Förderrichtlinie stellt Heinsdorf pro Jahr 5000 Euro "vorrangig für eine projektbezogene Unterstützung" zur Verfügung, wie Bürgermeisterin Marion Dick bei der Diskussion des Themas betonte. Pro Projekt oder Initiative und Jahr können Antragsteller demnach auf eine Maximal-Förderung von 500 Euro hoffen.

Mit diesem von der Ortschefin angeschobenen Förderinstrument will Heinsdorf insbesondere diejenigen belohnen, die sich in besonderem Maße ehrenamtlich in die Gemeinde einbringen und mit speziellen Projekten für eine Bereicherung der Sport- und Kulturlandschaft sowie auf sozialem Gebiet sorgen, wie es in der Richtlinie heißt. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht. Die Gemeinde prüft und befürwortet Anträge auf Förderung, die vom Gemeinderat in öffentlicher Sitzung entschieden werden.

Dem einstimmig gefassten Beschluss zur Einführung der Förderrichtlinie war eine Diskussion vorausgegangen, nach welchen Kriterien Anträge zu prüfen sind. So sprach sich Torsten Hofmann (Freie Wähler) dafür aus, bei der Unterstützung etwa von Ausfahrten eher Zurückhaltung an den Tag zu legen. "Ich bin dafür, dass klar Projekte gefördert werden, von denen direkt auch das Dorf profitiert. Der öffentliche Charakter sollte im Vordergrund stehen." Das sahen auch andere Räte so. Da "eine operative Prüfung" jedoch ohnehin der Beschlussfassung im Rat vorausgehe, wie es Klaus-Dieter Geyer (AfD) ausdrückte, seien weitere Bestimmungen verzichtbar.

Geht man von den Erfahrungen des großen Bruders in der Verwaltungsgemeinschaft mit Reichenbach aus, dürfte das neue Angebot auf große Nachfrage treffen. "Die Stadt hat das Budget in diesem Jahr sogar erhöht, es wird jedes Jahr mehr", sagte Sandra Scheuer, Sachgebietsleiterin Kinder, Jugend und Soziales. Im Vergleich mit Reichenbach haben die Heinsdorfer den Vorteil, für Zuwendungen keinen Eigenanteil aufbringen zu müssen.


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