Irfersgrüner sehen Projekte in die Ferne gerückt

Lengenfelder Stadtetat spart Wünsche des Ortsteils aus

Irfersgrün.

Mit dem Beschluss des Lengenfelder Haushaltplanes durch den Stadtrat sehen die Irfersgrüner ihre Pläne für Investitionen im Ort in weite Ferne gerückt. Nicht nur Projekte, die auf der dörflichen Prioritätenliste ganz oben stehen, wie der Neubau eines Feuerwehrdepots, sind dem Rotstift so zum Opfergefallen, auch die Umgestaltung des Pyramidenplatzes kommt im diesjährigen Papier nicht mehr vor.

Selbst die geplante Verlängerung des Fußweges an der Wohnsiedlung Finkenburg, der als begehbarer Seitenstreifen hergerichtet werden sollte, ist aus dem Haushaltplan verschwunden. Dazwischen rangiert noch das Platzproblem im örtlichen Kindergarten. Von den dort Verantwortlichen weiß der Ortschaftsrat, der sich zur Sitzung getroffen hatte, dass die Auslastung 95 Prozent beträgt und damit die höchste im Stadtgebiet ist. Für Irfersgrüner Eltern kann das zur Folge haben, dass der gewünschte Platz nicht verfügbar ist, hieß es zur Sitzung. In einem Schreiben des Elternrates ist sogar von einem Neubau die Rede. Allerdings gibt es im jetzigen Kindergartengebäude noch freie Räume: die ehemaligen Arzträume und die Zimmer des Jugendclubs. Darauf wies Ortsvorsteherin Mandy Zisowsky hin. Der Jugendclub ist geschlossen, weil Jugendliche aus anderen Orten, die den Club besuchten, Probleme bereiteten, so die Ortschefin dazu. Demnach habe es wiederholt Ärger über weggeworfene Abfälle auf dem Kindergartengelände gegeben und über mit falschen Abfällen befüllte Behälter, welche die Müllabfuhr stehen gelassen hat. Mandy Zisowsky hat einen Plan, mit dem sich zumindest ein Teil der Probleme lösen lassen: Die freien Räume bekommt der Kindergarten. Für einen Raum kann sich die Ortsvorsteherin eine Doppelnutzung vorstellen: tagsüber Gruppenraum, abends Treffpunkt für den Ortschaftsrat. Mit dem Neubau des Feuerwehrdepots könnte der Jugendclub in die alte Wache ziehen. Eigentlich steht auf der Irfersgrüner Vorhabenliste noch der Kauf des ehemaligen Kulturhauses, das jetzt zum Rittergut gehört. "Das wird schwierig mit dem Rittergut", wusste Zisowsky, die als Stadträtin mit den Zahlen des Stadtetats vertraut ist.

Die Ortsvorsteherin sagte zur Sitzung an, dasssie ein Treffen mit dem Bürgermeister vereinbaren will, um mit ihm die Irfersgrüner Projekte zu besprechen.

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