Kran-Entwickler aus dem Vogtland für Unternehmerpreis nominiert

Ein von IWS CraneSystem entwickelter Leichtlaufkran hat sich zum Verkaufsschlager gemausert. Ein TV-Beitrag hat die Vogtländer nun noch bekannter gemacht.

Heinsdorfergrund. Nicht ausgeschlossen, dass Sachsens "Unternehmer des Jahres" 2022 wie im Vorjahr aus dem Vogtland kommt - und es erneut eine Firma ist, die Kräne baut. Schließlich ist mit IWS Crane-System Heinsdorfergrund ein Anwärter für den Wettbewerb 2022 im Rennen, der in der Kran-Branche ebenso ambitioniert und erfolgreich unterwegs ist wie Vorjahressieger Bang Kransysteme Oelsnitz - die Firma stellt vollautomatische Kräne für Traglasten bis zu 500 Tonnen her. Ein paar Gewichtsklassen darunter hat sich IWS-Crane in kurzer Zeit mit einer Kran-Innovation in Industriebetrieben in ganz Deutschland einen Namen gemacht: mit mobilen Leichtlaufkränen bis zu einer Tonne Traglast, die sich unter dem Label "The Line" überall dort ruckzuck aufstellen lassen, wo der Einsatz herkömmlicher Kräne nicht praktikabel ist.

"Wir haben aus der Industrie einen starken Impuls auf unsere Entwicklung, der Auftragseingang gestaltet sich de facto und perspektivisch positiv, wir scheinen in eine Marktlücke gestoßen zu sein", berichtet Geschäftsführer Heiko Petzoldt über den landesweit steigenden Bekanntheitsgrad des jüngsten IWS-Produkts. Dazu beigetragen haben dürfte ein am Freitag im "Sachsenspiegel" ausgestrahlter Beitrag, in dem IWS Crane und sein Chef als Anwärter für den Unternehmerpreis vorgestellt worden sind.

Gedreht wurde im Firmensitz in Unterheinsdorf genauso wie bei SGB Neumark. Auch der Trafobauer setzt in seiner Kompaktstation-Montage auf die Neuheit der Nachbarfirma. Wie Montage-Chef Stephan Mothes im Beitrag erläutert, konnte SGB dank der Kran-Innovation einen Raum für Montagearbeiten nutzen, der sonst lediglich Platz für die Lagerung von Stationskomponenten geboten hätte.

So oder so ähnlich gestaltet sich die Lage in vielen Firmen, die IWS als Kunden gewinnen konnte, wie Heiko Petzoldt erzählt. "Gerade erst haben wir so einen Blechbearbeiter in Chemnitz und einen Automobilzulieferer in Meerane ausgestattet." Mittelfristiges Ziel für die Heinsdorfer ist es, dass dies künftig ganz ohne IWS-Monteure über die Bühne geht. Dann sollen die Kran-Komponenten je nach Anforderungsprofil kommissioniert beim Kunden angeliefert und wie ein Ikea-Schrank selbst aufgebaut werden können.

Derzeit erfordert die Montage des in Unterheinsdorf aus Stahlträgern, Aluprofilen und Kranaufhängungen zusammengestellten Lieferpakets noch den Einsatz von IWS-Know-how. Der für diese Art Kran-Montage erforderliche Aufwand ist indes für die Unternehmen im Vergleich zu herkömmlichen, fest an Wand oder Decke installierten Kränen geringer - da die flexibel und in verschiedenen Größen montierbaren Kräne nur auf der Bodenplatte fixiert werden und darüber hinausgehender Planungsaufwand entfällt.

Dass vor ihm noch niemand auf diese Idee gekommen ist - auch darüber äußert sich der IWS-Chef im TV-Beitrag: "Vieles ist mit der Zeit fest eingefahren. Man muss halt ab und zu mal neue Wege gehen und was ausprobieren."

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