Nach Sturm Kita etwa drei Wochen nicht nutzbar

Awo-Geschäftsführerin zu Märchenland Netzschkau: Zum Glück keiner verletzt

Netzschkau/Reichenbach.

Nachdem Orkantief "Sabine" am Montag das Dach der Kita Märchenland in Netzschkau abgedeckt hatte und mehr als 60 Kinder gerettet werden mussten, hat Marion Lange, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Vogtland, Bereich Reichenbach, am Donnerstag zum aktuellen Stand Stellung genommen.

Noch sei nicht abschätzbar, auf welche Summe sich der Schaden beläuft. Erneuert werden müsse das komplette Dach mit Dämmung und Deckung ebenso wie Dachrinnen und der Fußboden im Hort. Da der Sturm das Fenster der Entrauchungsanlage weggerissen hatte, drang Nässe ein. Im Außengelände müssen der Krippengarten mit den Spielhäuschen ersetzt, der Zaun erneuert und der Sand im Sandkasten ausgetauscht werden. Bislang sei zunächst eine Notsicherung des Daches mit Dachpappe erfolgt. Lange dankte Feuerwehr, Stadtverwaltung und den beteiligten Firmen.

"Wir hatten großes Glück, dass keine Person zu Schaden kam", erklärt Lange. Eine Mutter hatte eben ihr Kind abgeholt und setzte es auf dem benachbarten Netto-Parkplatz ins Auto, als der Sturm das Dach herunterriss. Und die Hortkinder hätten gerade im Gang gestanden, um zum Essen hinunter zu gehen, als über ihnen das Oberlicht der Entrauchungsanlage wegflog.

Die Krippenkinder und ein Teil der Kindergartenkinder sind in der Zwischenzeit in der Kita Am Schlosspark Netzschkau untergebracht worden, eine Kindergartengruppe in der Kita Mischka in Mylau. Die Hortkinder fanden im Absprache mit der Stadtverwaltung im einstigen Jugendclub am Rathaus Platz. Am Donnerstag habe man mit Landesjugendamt, Kreisjugendamt und Stadt beraten. "Erst wenn die Entrauchungsanlage repariert und abgenommen ist, können die Krippen- und Kindergartenkinder ins Haus zurückkehren", sagt Marion Lange. Das werde frühestens in zweieinhalb, drei Wochen der Fall sein, schätzt sie. Die Hortkinder müssen indes warten, bis das Kita-Dach grundhaft repariert ist.

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