OB: Jetzt kommt die Holperpiste wirklich dran

2015 hatte es die letzte Ankündigung zum Ausbau der Cunsdorfer Straße gegeben. Da hieß der Landrat noch Lenk und der Stadtchef Kießling.

Brunn.

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube - das Goethe-Wort kann getrost für den immer wieder in Aussicht gestellten Ausbau der Holperpiste von der Friedensstraße bis zum Ortseingang von Brunn gelten. Denn die durch Reichenbach und Cunsdorf führende Kreisstraße ist trotz aller Ankündigungen einer Generalsanierung und vieler Unmutsbekundungen von Anliegern immer noch ein Ärgernis. Der letzte, der zum Großangriff auf die etwa 2,5 Kilometer lange Piste blies, war ein längst im Ruhestand befindlicher Landrat - 2015 hatte Tassilo Lenk einen Ausbau der Kreisstraße für 2018 versprochen. Sehr zur Freude von Reichenbachs OB, der damals Dieter Kießling hieß.

Dessen Nachfolger Raphael Kürzinger (CDU) hat jetzt beim Bürgergespräch im "Oberen Gasthof" von Brunn neue Hoffnung weckende Ziele für das von Kreis und Stadt gemeinsam verfolgte Vorhaben genannt. "Es geht los", bekräftigte der OB auf Nachfrage des in Brunn wohnenden Unternehmers Martin Safferthal. Im besten Fall, informierte Bauamtsleiter Sven Hörning, könnte im nächsten Jahr mit einem ersten Bauabschnitt begonnen werden.

Die Zeichen für einen schrittweisen Ausbau der Holperpiste scheinen derzeit in der Tat gut zu stehen. Wie Amtsleiter und OB betonten, hat der Landkreis als Straßenbaulastträger die Gelder für das Straßenbau-Projekt in seinen Doppelhaushalt eingestellt, Reichenbach selbst sichert die Finanzierung von neuen Gehwegen, der Straßenbeleuchtung sowie der Begrünung zu. Ein Planungsbüro sei bereits beauftragt.

Allerdings, schränkte der OB ein, müsse man im Hinblick auf für den Ausbau benötigte Nachbar-Grundstücke noch mit den Besitzern reden. "Erst wenn man im Eigentum ist, herrscht Planungssicherheit." Dies betreffe jedoch nicht alle Straßenabschnitte. So gibt es Bereiche, die wenig mögliches Konfliktpotenzial böten. "Dort würde zuerst gebaut", sagte Sven Hörning.

Ein Bürger, der von einem Federbruch und einem abgerissenen Stoßdämpfer in seiner Familie sprach, traut den Plänen nicht. Zu oft sei man enttäuscht worden. Doch auch der Landkreis verbreitet Zuversicht. Allerdings könne die Planung "aufgrund ihres Umfanges erst 2020 fertiggestellt werden", heißt es dazu. Mit einem Baubeginn 2020 sei nicht zu rechnen, auch "die Aufteilung in Bauabschnitte ist noch offen". Zudem stehe eine Fördermittelbeantragung noch aus.

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