Reichenbach: Großbrand noch nicht gelöscht

Einsatz der Brandursachenermittler nicht möglich

Der Großbrand in der Firma für Galvanotechnik bei Reichenbach (Vogtlandkreis) beschäftigt die Feuerwehr immer noch. Die Löscharbeiten seien auch zwei Tage nach Ausbruch des Feuers noch nicht abgeschlossen, sagte Oliver Wurdak, Sprecher der Polizei Zwickau am Freitag. Es werde deshalb noch dauern, bis die Brandursache geklärt sei. Der zunächst für Freitag ins Auge gefasste Einsatz der Brandursachenermittler in den Trümmern der abgebrannten Produktionshalle ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. "Die Sicherungsmaßnahmen sowie das Beseitigen der Brandreste nimmt noch Zeit in Anspruch", sagte Wurdak. Es müssten auch noch Reste von Säuren und Laugen abgepumpt werden. "Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, beginnt die eigentliche Suche nach den Ursachen des Brandes."


Bei der Beseitigung der Brandreste müsse so vorgegangen werden, dass für die Brandursache wichtige Spuren nicht beseitigt werden. Das erschwere die ohnehin anspruchsvolle Aufräumarbeit. Die von der Polizei geschätzte Höhe des Sachschadens - am Donnerstag war von einem siebenstelligen Euro-Betrag die Rede - bestätigte das Unternehmen. Man müsse von einem zweistelligen Millionenschaden ausgehen, hieß es aus der Geschäftsführung.

Indes kündigte die Heinsdorfer Bürgermeisterin an, die Feuerwehrleute der Gemeinde bei einer Veranstaltung für ihren selbstlosen Einsatz würdigen zu wollen. "Dafür wird es in Kürze eine Runde in einem angemessenen Rahmen geben", sagte Marion Dick.

Das Feuer war am Mittwoch ausgebrochen. Insgesamt waren 350 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Landratsamt vor Ort. 28 Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten verletzt, 11 von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht. (gem/fp)

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