Team gibt mit Gustav Gas

Die Robotik AG am Goethe-Gymnasium ist morgen mit ihrem A-Team beim 11. Regionalwett- bewerb der First-Lego-League am Start - und rechnet sich Chancen aus.

Reichenbach.

Seit Schuljahresbeginn ist die Aufgabenstellung klar. Seitdem haben die Newbies getüftelt, konstruiert, programmiert, gebaut und geübt: "Ich denke, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Unser Ziel ist, die guten Platzierungen aus dem Vorjahr zu wiederholen", sagt Michael Stiefel. Der Informatik-Lehrer ist am Goethe-Gymnasium Reichenbach Leiter der AG Robotik, die seit Jahren ihre Besten bei den Regionalwettbewerben der First-Lego-League erfolgreich an den Start bringt. Das aktuelle Robotik-A-Team greift morgen an der Westsächsischen Hochschule Zwickau bei der elften Auflage des Roboter-Wettbewerbs an. Thema des Vergleichs mit neun Teams ist in Zeiten von Alexander Gersts ISS-Regentschaft natürlich der Weltraum.

Deshalb erinnert das Spielfeld in Zwickau einer Weltraumkarte. Darauf platziert sind verschiedene, aus Lego-Steinen und Lego-Segmenten errichtete Stationen, auf denen die Schüler mit ihrem Lego-Roboter elf Aufgaben exakt und auf Zeit zu erledigen haben - zum Beispiel hat der Roboter auf seiner Mission auf dem Sternen-Parcours Bügel umzulegen oder einen auf einer schiefen Ebene stehenden Wagen in Gang zu setzen.

Der Roboter, die Newbies haben ihren beim AG-Training am Mittwoch auf "Gustav" getauft, wurde von den Reichenbacher Robotikern komplett selbst und ohne Bauanleitung erdacht, designt und programmiert. Das Ergebnis ist ein "Gustav"-Universalmodell, das über eine Wechselkupplung mit verschiedenen Werkzeugen ausgerüstet werden kann. "Das ist gerade das schöne an der AG. Hier werden die Schüler auf besondere Weise schöpferisch tätig und kommen oft auf die irrsten Lösungen eines Problems", berichtet Michael Stiefel. Und das alles im Teamwork - darauf kommt es auch in Zwickau an.

Ermittelt wird nämlich nicht nur das Team für das Halbfinale des Wettbewerbs in Eberswalde (beim Finale treten dann Mannschaften aus sieben Ländern an). Auch in den einzelnen Wettbewerbs-Kategorien Robot-Game, Forschungsprojekt-Präsentation, Roboterdesign und Teamwork gibt's Preise. Die Reichenbacher haben da gute Erinnerungen. 2010 und 2015 gelangen Siege bei Präsentation und Teamwork, im Vorjahr gab's zwei dritte Plätze in Design und Präsentation. Ex-Lehrer und AG-Gründer Dietmar Algner hält so ein Abschneiden auch am Samstag für machbar. "Wir rechnen uns da schon Chancen aus."

Doch die Konkurrenz aus dem In- und Ausland ist stark. Ob sie nun aus Markersbach, Crimmitschau, Werdau oder Karlsbad kommt. Und oft entscheiden Kleinigkeiten über den Sieg. Michael Stiefel weiß das. Der AG-Leiter hat seinem A-Team in finaler Rede eingeschärft, auf kleinste Kleinigkeiten zu achten: "7.50 Uhr ist Abfahrt an der Schule. Ladegeräte nicht vergessen. Der Wettkampf ist lang, mit vielen Pausen. Also am Ball bleiben, nicht müde werden. Und die T-Shirts nicht vergessen ..." Die Newbies treten nämlich in einheitlicher Kleidung an - rotes Shirt mit gelber Schrift. Wer zum Anfeuern und Staunen anreisen will: Morgen, 8.45 Uhr geht's los, 15.20 Uhr steigt das Game-Finale.

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