Teurere Sanierung sorgt für Ärger

Neuensalz muss tiefer in die Tasche greifen

Mechelgrün/Neuensalz.

Überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 20.000 Euro für das Straßenbauprojekt "Raumweg" im Neuensalzer Ortsteil Mechelgrün haben am Montag zur Gemeinderatssitzung für Diskussionsstoff gesorgt. Im Vorfeld der Maßnahme hatte die Gemeinde 140.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Das vorliegende Angebot der Firma VSTR Rodewisch lag aber fast 50.000 Euro darüber. Das Unternehmen schlug daraufhin eine Reduzierung der Asphalt-Tragschicht auf 10 Zentimeter vor.

Laut Bauingenieur Ralf Pfaff vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Falkenstein reiche eine solche Qualität jedoch nicht für den Schwerlastverkehr aus - dort verkehren häufig Landwirtschafts-Fahrzeuge. Insofern könne weder das Ingenieurbüro noch der beauftragte Baubetrieb die Gewährleistung für einen reduzierten Asphalteinbau übernehmen. Pfaff sprach von einem Fehler im Angebot.

Um den Anforderungen gerecht zu werden, beträgt die Asphaltdecke im Bauabschnitt nun 26 Zentimeter. Der stellvertretende Bürgermeister Andreas Grimm machte seiner Verärgerung Luft. "Wir fühlen uns verarscht." In Anbetracht der angespannten Haushaltslage reagierte Bürgermeisterin Carmen Künzel (Freie Wähler) ebenso verärgert. "Wir müssen künftig vorsichtiger werden." Zähneknirschend stimmte die Mehrheit dem Nachtrag zu.tv

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