Tina I. im Kreis der Hoheiten etabliert

Tina Hösel wirbt für die Region als Königin der Städtepartnerschaft Netzschkau und Rosbach. Sie trägt aber auch ein Engelskostüm.

Netzschkau.

Die Königin der Städtepartnerschaft Netzschkau-Rosbach, Tina I., hat Halbjahresbilanz gezogen. Während sie voriges Jahr als Neuling noch Adressen und Kontakte suchen musste, bekommt sie jetzt viele Einladungen zu Hoheitentreffen und kann nicht jede Veranstaltung besuchen. Inzwischen bekommt sie sogar Autogrammwünsche per Post oder E-Mail.

Die Bilanz ihrer Einsätze erscheint beachtlich: Grüne Woche Berlin, Blütenfest in Rosbach bei Blütenkönigin Jana und jetzt bei Chiara, in Schmölln bei Knopfprinzessin Conny, in Bürgel bei Keramikkönigin Steffi, in Glauchau bei der Sächsischen Schlossprinzessin Melanie und in Heldrungen bei Zwiebelkönigin Franzi. Jedes Mal hat Tina I. dabei das Vogtland vertreten, Werbung von Netzschkau und Umgebung mitgenommen und verteilt. Mitgebracht hat sie wiederum viele Erfahrungen und die Erinnerung an herzliche Begegnungen.

An anderen Orten sieht sie auch, wie dort mit touristischem Potenzial umgegangen wird. Als repräsentativstes Treffen stuft sie die Grüne Woche in der Bundeshauptstadt ein, denn dort waren Vertreter aus ganz Deutschland. Begeistert war sie vom Fliederfest des Gewerbevereines in Frankenhausen mit der Fliederkönigin Jasmin und der Fliederprinzessin Jennifer. Alle Mitglieder trugen an diesem Tag eine lilafarbene Krawatte, die Frauen ein lila Halstuch, alles im Zeichen des Flieders. Ein wenig neidvoll blickt sie auf ihre Kollegin, denn: "Ich staunte nicht schlecht, als der Geschäftsführer eines Autohauses der Fliederkönigin die Autoschlüssel übergab. Sie bekommt für Auftritte immer ein Auto inklusive Benzin gestellt." Bergbahnkönigin Sylvia sei in Thüringen ein Star. Sie habe mehrere CD herausgebracht, tanzt, moderiert und musiziert hauptberuflich. Das habe auch Einfluss auf ihre Auftritte als Königin. Etwas trauriger ging es in Greiz zu, als das Reußenpaar nach zehn Jahren abdankte. In den vorigen drei Jahren hatte es schon keine Unterstützung mehr für Silke und Andreas Stark gegeben.

Tina Hösel: "Am schönsten war es für mich in Bürgel. Diese kleine, verzauberte Stadt mit ihren gefühlt 635 Töpferwerkstätten und den tausenden Besuchern hatte es mir angetan. Es gibt immer etwas Typisches aus dem Ort als Gastgeschenk. Dort bekam ich eine original blau-weiße Bürgeler Tasse."

Sie weiß, was mit so einem Hoheiten-Treffen an Aufregung verbunden ist. Ihr erstes solches Treffen hatte sie zur Schlossweihnacht 2017 abgehalten. Die Vorbereitungen für die zweite Auflage laufen bereits auf Hochtouren. Zuvor stehen noch weitere Termine an, zum Beispiel in Schleiz bei Wiesentaperle Ida, in Ziegenrück bei der Thüringer Meerjungfrau Anett, bei Elbauenkönigin Laura in Parey, bei Weinkönigin Franziska in Sondershausen oder beim Tag der Sachsen in Torgau.

Tina I. hat in ihrer Vogtlandtüte stets Geschenke dabei, zurzeit vor allem Werbeprodukte des Fördervereins Schloss Netzschkau, die Göltzschtalbrücke als Deckchen aus Plauener Spitze, einen Vogtland-Kugelschreiber sowie Flyer und Prospekte. Pflicht ist die Autogrammkarte vom Netzschkauer Weihnachtsmann-Engel-Gespann, mit der sie zur Schlossweihnacht einlädt, wo sie am dritten Advent vom Königinnen-Kleid ganz schnell in das Engelskostüm steigt.

Wer die Arbeit der Vogtland-Botschafterin mit Werbegeschenken oder Ideen unterstützen möchte, kann sich bei der Stadtverwaltung Netzschkau im Büro des Bürgermeisters melden. Die Königin: "Auf meiner Schärpe habe ich ebenfalls noch Platz für Werbung. Es gibt vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten."

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