Vogtländer holen Seeholzpokal aus dem Norden nach Hause

Die Männermannschaft aus Reichenbach triumphierte mit absoluter Bestzeit beim Feuerwehrwettkampf in Murchin. Auch die Frauen kamen dort auf das Treppchen.

Reichenbach.

520 Kilometer weit sind die beiden Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach gefahren, um am Wettbewerb um den Murchiner Seeholzpokal in der Disziplin Löschangriff teilzunehmen. Zurück kamen sie mit einem ersten und einem dritten Platz.

Die Reichenbacher folgten dabei einer Einladung aus Murchin, einem kleinen Ort zwischen Anklam und der Insel Usedom. André Müller, der die Reichenbacher Feuerwehrsportler seit etwa drei Jahren trainiert, erklärte: "Die Feuerwehr dort hatte zufällig unser Video auf Facebook gesehen und uns eingeladen. Wir dachten uns, dabei sein ist alles." Nach kurzer Beratung sagten die Reichenbacher zu.

Die Männermannschaft errang in ihrer Wertungsklasse DIN, was den Einsatz einer üblichen Pumpe bedeutet, den ersten Platz mit einer bislang noch nie von den Reichenbacher Männern gelaufenen Zeit. Die Uhr blieb bei 22,85 Sekunden stehen. Die Frauenmannschaft benötigte 37,12 Sekunden in der Wertungsklasse TGL. In dieser Wertungsklasse wird eine alte Zwei-Takt-Pumpe benutzt. Die Zeit reichte für den dritten Platz.

Insgesamt 26 Mannschaften ließen die Reichenbacher hinter sich. Die meisten stammten aus der Region um Anklam, einige aus bis zu 200 Kilometern Entfernung. Den Ausscheid um die weiteste Anreise gewannen die Reichenbacher klar. Etwa 250 Zuschauer jubelten den Reichenbachern zu, deren Siegesschreie weit in Richtung Ostsee hallten.

André Müller sagte: "Mit dem Sieg, dem Wanderpokal aus Murchiner Seeholz, dem dritten Platz der Frauenmannschaft und der Tatsache, dass man mit den Vogtländern auch weit über die Landesgrenzen hinaus rechnen muss, steuert unsere Truppe die erneute Teilnahme 2019 an." Er ist stolz auf die 21 Frauen und Männer in der Sportgruppe. Trainiert wird jeweils einmal pro Woche mit jeder Mannschaft.

An etwa acht Wettkämpfen pro Jahr nehmen die Reichenbacher teil. "Das regelmäßige Training ist notwendig, damit wir solche Zeiten erreichen können. Wir haben mit unserer Topmannschaft den Gastgebern die Show gestohlen", so der Trainer. Wenn Not am Mann ist, steigt er auch selbst in die Wettkampfkleidung. In der Regel sind jedoch genug Mitstreiter da, um die Mannschaftsstärke von sieben zu erreichen.

Beim Löschangriff müssen die Teilnehmer in kompletter Feuerwehreinsatzkleidung, einschließlich Helm und Stiefel, antreten. Auf einer genormten Strecke wird die Wasserversorgung von der Entnahmestelle mit Pumpe bis zum Strahlrohr aufgebaut und anschließend ein Auffangbehälter bis zum Limit gefüllt. Wer fehlerlos und am schnellsten ist, gewinnt. Für den Trainer muss eine erfolgreiche Mannschaft Geschicklichkeit, Erfahrung und Sportlichkeit vereinen. Und ein bisschen Glück gehört auch dazu.

Als nächstes Ziel haben sich die Reichenbacher den Sieg bei den Vogtlandmeisterschaften gesetzt. Beim Wettbewerb im September haben sie Heimvorteil.

www.freiepresse.de/seeholzpokal

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