Architektur und Natur machen Schule

Gymnasiasten unter anderem aus Waldenburg und Meerane haben sich mit Gebäuden und Freiräumen auseinandergesetzt.

Waldenburg/Meerane.

"Architektur macht Schule" hieß es für sechs Projektgruppen an sächsischen Schulen. Zum ersten Mal haben die Leader-Regionen "Schönburger Land" und "Zwickauer Land" gemeinsam mit der Stiftung Sächsischer Architekten ein Projekt zur Architekturvermittlung durchgeführt.

In der Festscheune in Mülsen fand die Abschlussveranstaltung mit 120 Teilnehmern statt. Die Schüler präsentieren mit ihren Architekten und Lehrern die Ergebnisse. Teams aus je einer Schule und einem Architekten erschlossen sich im laufenden Schuljahr Gebäude, Freiräume oder städtebauliche Strukturen. Ergänzend zur theoretischen Annäherung setzten sich die Schüler praxisorientiert und künstlerisch mit den Objekten auseinander. "Das Projekt zeigt, wie man Architektur mit persönlichem Engagement und jenseits der bekannten Muster erklären und vermitteln kann", sagte Liane Remmler, Projektverantwortliche.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 des Europäischen Gymnasiums Waldenburg haben sich im Rahmen des Projekts mit Landschaftsgärten auseinandergesetzt. Unter Anleitung ihrer Lehrer Uwe Schröder, Heike Schreckenbach und Marlies Oehmichen sowie des Landschaftsarchitekten Heiko Strauch haben sie in zwei Teilen das Projekt bearbeitet. Eine Gruppe widmete sich der Rekonstruktion einer Streuobstwiese mit 16 historischen Obstbaumsorten und einer Baumpflanzung in Form einer Eiche auf der Insel im Sauteich (Gondelteich) im historischen englischen Landschaftspark Grünfeld in Waldenburg. Eine zweite Gruppe baute ein Insektenhotel im Gartengelände des Europäischen Gymnasiums in Waldenburg.

Die Oberschüler der 8. und 9. Klasse der Internationalen Schule Meerane haben sich im Rahmen des Projekts dem Fachwerkbau gewidmet. Ziel war es, Grundlagen für den Bau der Überdachung eines Lehmbackofens zu schaffen und die praktischen Arbeiten dazu zu beginnen. Die Schüler arbeiteten unter Anleitung ihres Lehrers Holger Dörr und der Stadtplanerin Andrea Schreyer. Sie informierten sich über die Technik und Geschichte des Holzfachwerks und beschäftigten sich mit der Geschichte eines von Gehöften in Fachwerkbauweise geprägten Dorfes. Schwerpunkt war die praktische Arbeit mit Holz bis hin zum Bau von Modellen. (rdl/dog)

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