"Buratino": Neuer Kita-Träger legt erst im September los

Nach dem ersten Treffen mit der neuen Leitung sind den Erzieherinnen Ängste genommen worden. Nun geht's ins Detail.

Meerane/Glauchau.

Der für den 1.Juli vorgesehene Trägerwechsel für die Kindertagesstätte "Buratino" in Meerane verzögert sich. Wie Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) bestätigt, erfolgt die Übernahme der Kita durch den Verein "Glauchauer Berufsförderung" (GBF) nunmehr zum 1. September. Die Stadt, die bis dahin für das Personal der Einrichtung zuständig ist, begründet die Verzögerungen vor allem mit organisatorischen Angelegenheiten. Details wurden nicht genannt. Der Vertrag zwischen der Kommune und dem bisherigen Träger, der Volkssolidarität, lief Ende Juni aus - nach 25 Jahren. Sieben Interessenten hatten nach der Ausschreibung bekundet, das Haus übernehmen zu wollen. So machte am Ende der Verein "Glauchauer Berufsförderung" nach einem speziell erarbeiteten Kriterienkatalog das Rennen.

Dessen Spitze traf sich vergangene Woche erstmals mit den Erzieherinnen, Elternvertretern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung in der Kita "Buratino". Wie der geschäftsführenden Vorsitzende Volker Bilz sagt, diente die Info-Veranstaltung vor allem zum Kennenlernen. "Wir wünschen uns natürlich einen nahtlosen Übergang, den die Kinder am besten gar nicht erst mitbekommen. Das wäre ideal", erklärt GBF-Chef Bilz. "Ob wir dennoch bei der einen oder anderen Sache nachjustieren müssen, können wir erst später sagen."


Für Kita-Leiterin Bianca Schmidt ging das Treffen jedoch weit über das Kennenlernen hinaus: "Uns sind Ängste genommen worden", betont Schmidt, die sich mit 16 Erzieherinnen um 105 Mädchen und Jungen in der Kita an der Oststraße kümmert. Besonders ist sie aber froh, dass die GBF-Leitung in die konzeptionelle Arbeit des Teams nicht hineinreden will. So sollen im "Buratino" auch weiterhin Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Gemeinschaftsgefühl, Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen Menschen im Vordergrund stehen. Zudem gebe in der Kita sogenannte Integrationskinder, die besonders pädagogisch gefördert werden müssen. Schmidt zufolge hatten die Erzieherinnen während des Treffens Gelegenheit, ihre Fragen loszuwerden - auf zum weiteren Prozedere. Im Fazit dessen sollen nun neue Arbeitsverträge vorbereitet und ausgereicht werden. Damit verbunden seien außerdem Personalgespräche, sagt Schmidt, die im Anschluss des Treffens mit einer weiteren positiven Nachricht aufwarten konnte: Die Kita-Mitarbeiter haben mehr Geld in der Lohntüte als beim bisherigen Träger. "Das klingt wirklich alles sehr gut", resümiert Schmidt.

Derweil läuft die Sanierung der Kita weiter auf Hochtouren. "Wir gehen davon aus, dass der erste Bauabschnitt in Kürze beendet wird", sagt Schmidt. Dann könnten Anfang August die neuen Zimmer wieder bezogen werden. Denn Heizungen und Fenster seien bereits erneuert worden. Auch im Vorjahr gaben sich dort schon die Bauarbeiter die Klinke in die Hand. So wurde das Dach saniert. Ebenso konnte die Dämmung beendet werden. "Im Frühjahr dieses Jahres erhielt zudem der vordere Giebel das Bild des Namensgebers der Einrichtung", sagt Stadtsprecherin Heike Hönsch. Was nur wenige wissen, die Wandgestaltung "Buratino" stammt von dem Glauchauer Museumsmitarbeiter Thorsten Dahlberg. Das Ensemble aus Kupfer und Edelstahl mit emaillierten Teilflächen geht auf die Jahre 1986/87 zurück und ist im Zuge der Haussanierung aufgearbeitet worden. Insgesamt verschlingt die Kita-Erneuerung 1,5 Millionen Euro.

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