Die guten Seelen vom Seniorenclub

Die Arbeit im Hintergrund wird kaum wahrgenommen. Dabei haben die Organisatoren am Hugo-Preuß-Platz in Glauchau jede Menge zu tun.

Glauchau.

Monika Richter hilft wo sie kann. Und wenn sie in die zufriedenen Gesichter ihrer Gäste sieht, dann ist auch sie zufrieden und ein Lächeln huscht über das Gesicht. Im Glauchauer Seniorenclub ist sie quasi das Mädchen für alles, kümmert sich darum, dass die Besucher bei Veranstaltungen verköstigt werden - sei es die regelmäßigen Skatrunden, Spielenachmittage, Gedächtnisspiele oder einfach nur der Kaffeeklatsch und das Treffen der Fußballsenioren.

An die 15 Veranstaltungen im Monat kommen zusammen. Und wenn zum Tanz in das Domizil am Hugo-Preuß-Platz eingeladen wird, dann legt Ehemann Wilfried Richter auf. "Wo gibt es das in Glauchau noch, dass zum Seniorentanz sich mehr als 60 Paare auf der Fläche drehen", sagt der Rentner, der seiner Frau in organisatorischen Fragen hilfreich zur Seite steht. Wenn Gäste von zu Hause abgeholt werden müssen, steigt Wilfried Richter ins Auto und erledigt das. Wenn es etwas zu organisieren gibt, können sich die Richters auf ihre Familie verlassen.

Beide sind, gemeinsam mit Sabine Haupt, die gute Seele des Seniorenclubs, sagt Karin Dümmler. Die Seniorin ist seit vielen Jahren Mitglied im Verein und besucht zahlreiche Veranstaltungen. "Die Arbeit der Richters und ihrer Helfer ist nicht hoch genug einzuschätzen, da kann sich einfach nur bedanken", fügt sie hinzu. Die Arbeit im Hintergrund sorge dafür, dass sich die Senioren im Verein, der mehr als 100 Mitglieder zählt, gut aufgehoben fühlen.

Monika Richter ist seit 20 Jahren dabei, damals absolvierte die gelernte Weberin eine Umschulung zur Hotelfachfrau und stieg, zunächst als ABM-Kraft, im Seniorenclub ein und wurde später im Verein fest abgestellt. Zuvor war sie in der Textilindustrie beschäftigt, ihr Arbeitsplatz war im Palla-Zweigbetrieb an der Egghalde, der heute nicht mehr steht. "Als das alles damals den Bach runter ging, musste ich mich anderweitig umschauen", sagt Monika Richter und entdeckte die Gastronomie für sich. Mit der Umschulung gab es auch den IHK-Abschluss. Seit Monika Richter in Rente ist, arbeitet sie ehrenamtlich für den Seniorenclub, steht gemeinsam mit Sabine Haupt in der Küche, besorgt den Einkauf, macht die Abrechnungen, organisiert den Ausschank, kümmert sich um die Ausflüge der Senioren, egal ob es Tagesfahrten oder kleine Urlaubsreisen sind - alles Arbeiten, die man auf den ersten Blick nicht sieht.

In den letzten 20 Jahren seien es viele gewesen, die Monika Richter bei der Organisation im Seniorenclub, der sein 25-jähriges Bestehen feiert, geholfen haben. "Regina Landrock zum Beispiel, die Ende 2017 aufgehört hat, hatte großen Anteil", sagt Monika Richter, die mittlerweile 70 Jahre alt ist und genau weiß, dass die Arbeit weiter gehen muss, denn nichts sei schlimmer, als wenn die Organisation der Veranstaltungen für die Senioren in und um Glauchau nicht mehr funktionieren würde.

"Die Leute kommen in den Club, weil sie sich hier wohlfühlen, weil sie ein paar schöne Stunden verbringen können, Geselligkeit erleben und mit anderen Senioren ins Gespräch kommen", sagt Karin Dümmler.

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