Durch Gablenz soll es nach Meerane schön langsam rollen

Die Ortsdurchfahrt von Gablenz braucht eine Frischekur. Das ist eine Investition mit einem ungewöhnlichen Ziel.

Crimmitschau/Meerane.

Frühestens in fünf Jahren steht eine direkte Verbindung zwischen den Gewerbegebieten in Crimmitschau und Meerane zur Verfügung. Sie soll für die schon (lange) gewünschte Verkehrsentlastung im Crimmitschauer Ortsteil Gablenz sorgen. Momentan rollen 8500 Fahrzeuge am Tag durch das Dorf. Die Zahl stammt aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

Fest steht: Wenn es eine Alter- nativ-Route zwischen den beiden Gewerbegebieten gibt, soll Geld in die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Gablenz gesteckt werden. Die Fahrbahn präsentiert sich in einem schlechten Zustand. Das trifft auch auf Fußwege und Entwässerungsleitungen zu. Uwe Schlegel, der in Gablenz wohnt, hat kürzlich bei einer Bürgerversammlung im Crimmitschauer Theater eine Debatte zu dem Thema in Gang gebracht. Er regte an, die Fahrbahn so zu gestalten, dass sie für den Durchgangs- verkehr an Attraktivität verliert. "Das wäre auf jeden Fall besser, als hier eine neue Rennstrecke entstehen zu lassen", sagte Schlegel.


Obwohl es momentan noch gar keine klaren Aussagen zum Zeitplan und zum Streckenverlauf der neuen Umgehung gibt, müssen schon zeitnah die Weichen zur künftigen Gestaltung der Ortsdurchfahrt in Gablenz gestellt werden - wahrscheinlich im Herbst diesen und im Frühjahr kommenden Jahres. Darauf hat Bernd Sablotny, Abteilungsleiter im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, nach der Anfrage von Uwe Schlegel hingewiesen. "Wir müssen einen Blick auf das künftige Verkehrsnetz und die Einstufung der Ortsdurchfahrt Gablenz werfen. Wenn die Stadtverwaltung in Crimmitschau ihren Willen formuliert hat, müssen wir uns zusammen- setzen", sagte Sablotny. Der Kommentar von Oberbürgermeister André Raphael (CDU): "Die Idee zur Verkehrsberuhigung hat ihren Charme."

Der Grund für den Zeitdruck: Das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr will spätes- tens Mitte des nächsten Jahres die ersten Planungsaufträge für die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Gablenz auslösen. Dann muss Klarheit zu den Planungszielen bestehen. "Wir können die Entscheidung nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben", sagte Bernd Sablotny und machte deutlich: "Wenn die Ortsdurchfahrt auch nach der Fertigstellung einer direkten Verbindung zwischen den beiden Gewerbegebieten eine Staatsstraße bleibt, sind Tonnage- begrenzung und Tempolimit nicht drin."

Eine Ideen, wie eine Verkehrsberuhigung in Gablenz möglich wäre, liefert die Verkehrswacht Zwickauer Land. Vereinsmitglied Jens Möse schlägt eine Überquerungshilfe in der Nähe der Kindertagesstätte "Brummkreisel" vor. Zudem regt er an, die Fahrbahn schmaler zu gestalten. "Vielleicht sogar durch die Schaffung eines Radweges", sagte Möse. Er ergänzt: "Es gibt viele Va- rianten, um die Geschwindigkeit rauszunehmen."

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