Ein Urgestein sagt Prost und Tschüss

Ruppertsgrün.

An den Gedanken, künftig nur noch Besucher des IFA-Oldtimertreffens zu sein, muss sich Gottfried Heller aus Ruppertsgrün erst noch gewöhnen. 20 Jahre war er ein Teil des Volksfestes und verantwortlich für das Catering der Großveranstaltung. Dabei wirkte er nicht nur hinter den Kulissen mit, sondern stand selbst am großen Getränkestand neben dem Festzelt am Zapfhahn. "Es war eine schöne Zeit, doch irgendwann muss auch einmal Schluss sein. Beim ersten Treffen war ich 44. Das ist 20 Jahre her", sagt der Inhaber eines Getränkemarktes in seinem Heimatort.

"Wir haben 1998 ganz klein angefangen. Keiner konnte damals ahnen, welche Entwicklung die Veranstaltung nimmt", blickt Gottfried Heller zurück. Anfänglich wurde das Bier noch von einem zum Getränkefahrzeug umgebauten alten S 4000 verkauft. Am Wochenende konnten die Besucher an 22 Verkaufsständen, die von insgesamt 15 verschiedenen Schaustellern betrieben wurden, Speisen und Getränke erwerben. "Wir haben im Laufe der Jahre auch viel Lehrgeld bezahlt und konnten es nicht immer jedem Recht machen. Der eine Händler wollte lieber da und der andere dort stehen. Aber inzwischen sind wir ein eingespieltes Team", sagt der 64-Jährige. Er hat immer darauf geachtet, dass die Angebotspalette stimmt. "Wir brauchten keine zehn Bratwurststände nebeneinander", sagt der Profi. Nummer 1 war auch dieses Mal wieder des Deutschen liebstes Getränk: Bier. "Bis zu 2000 Liter sind an den drei Tagen ausgeschänkt worden", bilanziert der Experte. Dass auch im kommenden Jahr keiner durstig bleiben muss, darum wird sich künftig ein anderer Cateringchef kümmern müssen. Ein Nachfolger ist bereits im Gespräch. "Dem stehe ich auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite", sagt Gottfried Heller.

Was ihn in Erinnerung bleiben wird, sind die kleinen Episoden am Rande. So stand er 2012 nach einem Sportunfall mit einem Gipsbein am Aussschrank. Noch länger liegt ein anderes Ereignis zurück. "Vor zehn Jahren wurden während der Veranstaltung zehn Biertischgarnituren gestohlen. Auf den Schaden in Höhe von 1000 Euro blieb ich sitzen. Dennoch überwiegen die schönen Momente", sagt Heller.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...