Eine virtuelle Reise durchs Zeitsprungland

Kultur erleben trotz Corona: Der Tourismusverband bietet als Alternative Ausflugsmöglichkeiten online an.

Landkreis.

Die Räume des Naturalienkabinetts in Waldenburg erkunden oder durch den Amerika-Tierpark in Limbach-Oberfrohna schlendern: Das Team um Marika Schwarz, Geschäftsführerin des Vereins "Tourismusregion Zwickau - Zeitsprungland", macht das trotz Coronakrise möglich. Die Idee: Können die Besucher nicht ins Museum kommen, kommt das Museum eben nach Hause auf den Computer oder das Mobiltelefon. Alle zwei Tage veröffentlichen die Mitarbeiter ein neues Ausflugsziel aus der Region Zwickau auf der Internetseite der sozialen Plattform Facebook, das Gäste dann virtuell mithilfe von 360-Grad-Ansichten erleben können. "So kann man bequem vom heimischen Sessel aus einen Blick in die ansonsten geschlossenen Museen und Einrichtungen werfen und vielleicht das ein oder andere Neue entdecken, welches dann auf die To-Do-Liste für später kommt", sagte Marika Schwarz. Dabei geht die virtuelle Reise einmal quer durch die Region. Mit dabei sind unter anderem die Kunstsammlungen/Max-Pechstein-Museum in Zwickau, das Textil- und Rennsportmuseum in Hohenstein-Ernstthal und das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain. Auch die Burgen und Schlösser wie das Schloss Waldenburg können aus der Luft betrachtet werden. Ina Klemm, Geschäftsführerin der Tourismus und Sport GmbH - die Gesellschaft betreibt das Schloss -, hält die Aktion gerade jetzt für wichtig. "So können die Menschen trotz Isolation immer noch Kunst und Kultur genießen und das ganz kostenfrei", sagte sie.

Seit seiner Gründung im Jahr 2003 hat sich der Verein "Tourismusregion Zwickau", der seinen Sitz in Waldenburg hat, zum Ziel gemacht, die touristischen Einrichtungen der Region zu bündeln und als Gesamtregion unter den Namen "Zeitsprungland" zu vermarkten. Neben der Stadt Zwickau sind unter anderem auch der Landkreis Zwickau, Städte und Gemeinden des Landkreises sowie die Industrie- und Handelskammer Mitglied des Vereins.

Die Aktion ist noch bis Monatsende geplant. Den kompletten virtuellen Rundgang finden Gäste ohne Facebook auch unter www.zeitsprungland.de. Mit einer sogenannten Virtual-Reality-Brille (kurz: VR-Brille) lässt sich die Region noch authentischer interaktiv entdecken, heißt es vom Verein.

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