Enderlein mit Schlüsselbeinbruch

Der 20-jährige Motorsportler aus Hohenstein-Ernstthal hat sich in Assen beim freien Training schwer verletzt. Trotzdem hofft er noch auf die Meisterschaft.

Hohenstein-Ernstthal.

Max Enderlein, Spitzname "Ende", ritt in diesem Jahr innerhalb der IDM auf einer sagenhaften Erfolgswelle. Bei fünf Rennen der ersten vier Doppelveranstaltungen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft fuhr er als Sieger über den Zielstrich und führte die Tabelle bei noch zwei ausstehenden Events mit 57 Punkten an. Bis letzte Woche Freitag, als im niederländischen Assen die vorletzte Station auf dem Programm stand ...

Auf regennasser Piste ging es ins erste freie Training seiner Supersport 600. In der vierten Runde lag der 20-jährige Hohenstein-Ernstthaler auf der Nase. Er fiel so unglücklich, dass er sich das rechte Schlüsselbein brach. "Zuerst dachte ich, dass meine Airbag-Kombi aufgegangen ist. Aber dem war leider nicht so. Dann habe ich realisiert, dass etwas in der Schulter nicht stimmte und tippte gleich aufs Schlüsselbein", erzählte er wenige Tage später nach seiner Rückkehr in heimische Gefilde. Und weiter: "Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Tags zuvor war eine Autoveranstaltung, sodass auf jeden Fall viel Gummi auf der Strecke war. Ich hatte nagelneue Regenreifen drauf, aber nach vier Runden sind die in der Regel rau genug. Irgendwann müssen die ja für Regenrennen angefahren werden. Ich war jedenfalls bei Weitem nicht am Limit." Nach dem Unfall ging es direkt nach Assen ins Krankenhaus, wo sich Enderlein umgehend operieren lassen wollte, um am Sonntag wieder zu fahren. Doch aus der OP wurde nichts. So ging es zurück nach Hause. Dank Hilfe und Kontakte des langjährigen Sachsenring-Rennarztes Jörg-Uwe Fischer wurde Enderlein noch am Samstag operiert. Diagnose: Das rechte Schlüsselbein war mehrfach gebrochen und musste mit einer Metallplatte und sechs Schrauben fixiert werden. Ein bisschen Glück im Unglück hatte Max Enderlein dennoch, denn erstens steht das Finale in Hockenheim "erst" drei Wochen nach dessen verhängnisvollem Crash an. Zweitens behielt er wenigstens noch zwölf Zähler Vorsprung. "Als Meisterschaftsführender lasse ich mir Hockenheim nicht entgehen, zumal ich derzeit keine Schmerzen habe. Neben weiteren Behandlungen und Physiotherapie versuche ich schon wieder ein bisschen auf dem Ergometer zu trainieren. Das ist wichtig, damit das Herz-Kreislauf-System auf Trapp bleibt. Vielleicht kann ich nächste Woche wieder ein bisschen Rennrad fahren", plant der Titelanwärter.

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