Kräutermarkt ist Besuchermagnet

Petersilie, Basilikum und Minze kennen viele. Der neue Renner auf dem Kräuterbeet ist griechischer Bergtee. Der ging am Samstag in Reinholdshain weg wie warme Semmeln.

Reinholdshain.

Als die Familie Mattheuer vor drei Jahren hinter ihrem Hof an der Ebersbacher Straße in Reinholdshain erstmals zum Kräutermarkt eingeladen hatte, verkaufte sie ihre selbst gezogenen Pflanzen und merkte: Das Angebot kommt an. Seither wuchs die Veranstaltung immer weiter und die Besucherzahl mit.

Am Samstag tummelten sich mehr aus 1000 Gäste auf der Streuobstwiese hinterm Mattheuer-Hof. Neben den verschiedenen Kräutern und Tomatensorten der Reinholdshainer waren andere Gemüse- und Blumenpflanzen, Kakteen, Honig, Felle und Korbwaren im Angebot. Immer mittendrin im Gewusel steckte Matthias Mattheuer mit einem ausgefransten Strohhut, seinem Markenzeichen, auf dem Kopf. "Das Wetter war meine große Sorge. Aber es hat mitgespielt", gab er sich erleichtert. "Die Besucher kommen teilweise von weit her, um sich Kräuter für ihren Garten oder den Balkon zu holen. Dieses Jahr ist griechischer Bergtee der Renner. Er soll bei Erkältungskrankheiten und Verdauungsproblemen helfen."


Susann Hergert war extra aus Zwickau angereist und sagte: "Es ist ein schönes Ambiente. Ich habe unter anderem verschiedene Sorten Minze mitgenommen." Und Anke Ulbrich aus Reinholdshain resümierte nach dem Stöbern auf den riesigen Tischen mit Pflanzen: "Ich bin zwar selbst Gärtnerin, aber man findet immer etwas, das man noch nicht hat."

Matthias Mattheuer kommt aus Zwickau, seine Frau Manuela aus Aue. "Wir haben Ende 2011 den Hof gekauft und sind inzwischen Reinholdshainer mit Leib und Seele", sagte der Kräutermann. "Unsere Familie ist gewachsen. Wir haben zwei Kinder und deshalb guten Kontakt zur Kita. Der Kindergartenchor hatte heute seinen großen Auftritt hier. Wir wollen, dass die Leute nicht nur zum schnellen Einkauf über den Markt hasten, sondern auch über das Gärtnern fachsimpeln, Kraft tanken und miteinander ins Gespräch kommen."

Und das taten sie. Einige saßen im Sonnenschein auf Strohballen oder Palettenmöbeln und ließen sich italienisches Eis schmecken, andere genossen die Angebote der Schaubäckerei oder Deftiges vom Grill. Auch im Bogenschießen und Papierschöpfen konnten sich die Gäste versuchen. Darüber hinaus zog eine Schmiede Schaulustige an, genau wie die ausgestellte Forsttechnik am Rande des Marktes.

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