Museumsleiterin wurde abgeworben

Christina Ludwig verlässt ihren Chefposten im Naturalienkabinett in Waldenburg. Die Entscheidung fiel ihr nicht leicht. Die Stadt sucht nach einem Nachfolger.

Waldenburg.

Im kommenden Frühjahr wir es einen Führungswechsel im Naturalienkabinett Waldenburg geben: Die derzeitige Leiterin Christina Ludwig wird Anfang April nächsten Jahres die Direktorenstelle des Stadtmuseums in Dresden übernehmen. "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, da ich mich mit dem Naturalienkabinett sehr verbunden fühle", sagt Ludwig.

Eine Findungskommission in Dresden hatte bereits im September aus zahlreichen Bewerbern Christina Ludwig ausgewählt. "Ich habe mich nicht proaktiv nach einer neuen Stelle umgesehen, nachdem ich aber von der Kommission persönlich angesprochen worden war, habe ich mich entschieden, mich auf die Stelle zu bewerben", so die gebürtige Vogtländerin.

In den vergangenen vier Jahren hatte Ludwig in der musealen Einrichtung in Waldenburg eine Menge angeschoben. Beispielsweise hat die gebürtige Vogtländerin die Generalsanierung der Waldenburger Ausstellung veranlasst und die Präsentation des Museums grundlegend neu konzipiert und gestaltet. Dieses Jahr erhielt sie mit ihrem Team den Sächsischen Museumspreis.

Die 31-Jährige, die seit 2015 in Waldenburg tätig ist, hofft auf einen Nachfolger, der den Mut hat, die Museumseinrichtung in Waldenburg weiterzuentwickeln. "In den letzten Jahren ist viel passiert. Eine neue Begleitausstellung ist entstanden und wir haben nationale wie internationale Forschungskooperationen initiiert. An diese Punkten lässt sich gut anknüpfen. Viele Bereiche sind aber noch ausbaufähig", sagt Ludwig, die im Kulturraum Vogtland-Zwickau als ehrenamtliche Fachbeirätin tätig ist.

Die Fußstapfen, die Ludwig hinterlässt, sind groß. Seit einigen Tagen sucht die Stadt Waldenburger einen Nachfolger, der ein Haus mit einem internationalen Ruf leiten kann. Beworben hat sich bereits Fanny Stoye, die derzeit die kommissarische Leitung inne hat. "Ich würde mich freuen, wenn es für mich am Waldenburger Museum weitergeht. Unter anderem möchte ich die Digitalisierung und die inhaltliche Arbeit der Sammlung beispielsweise im Bereich der Provenienzforschung intensivieren", so die 34-Jährige, die Kunstgeschichte in Leipzig studiert hat. Außerdem möchte sie den Nachlass von Moritz Meurer, der derzeit noch im Depot schlummert, der Öffentlichkeit zugänglich machen.

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