Neues Sportgerät macht Spaß

2014 haben die Fußballer des SSV Blau-Weiß Gersdorf ihr Sportlerheim in Eigenregie übernommen. Seitdem ist einiges passiert auf der Plutoschachthalde.

Gersdorf.

Kunstrasen? Fehlanzeige. Den gibt es im Stadion am ehemaligen Plutoschacht nicht. "Trotzdem beneiden uns viele Mannschaften um unser Stadion", sagt Klaus Boegel, Abteilungsleiter Fußball beim SSV Blau-Weiß Gersdorf. Kein Wunder, das Areal an der Plutostraße im ehemaligen Bergbaurevier ist eine grüne Idylle.

In den vergangenen Jahren hat sich hier einiges getan. Als die Gemeinde den Vertrag mit dem Gastwirt im Jahr 2014 auslaufen ließ, übernahm die Abteilung der Fußballer das Sportlerheim. "Wir haben das Gebäude entkernt, modernisiert, umgebaut und insgesamt rund 3000 Arbeitsstunden investiert", sagt Boegel. Die Gemeinde unterstützte das Vorhaben mit 15.000 Euro. Rund 5000 Euro hat der Verein als Eigenanteil aufgebracht. "Für so einen kleinen Verein ist das schon eine Glanzleistung", versichert der Abteilungschef. Die Bedingungen haben sich damit deutlich verbessert. Ideal sind sie noch lange nicht. "Deshalb läuft uns auch oft der Nachwuchs davon", sagt Boegel. "Der Rasenplatz müsste dringend saniert werden. Einen Kunstrasen brauchen wir uns gar nicht einzubilden. Dafür fehlen der Kommune einfach auf längere Sicht die nötigen Mittel", sagt der Kickerchef. Am meisten wünschen sich die Fußballer derzeit allerdings eine Lichtanlage für die Spielfläche. Am Engagement fehlt es der Truppe nicht. "Nur der Rasen wird von der Gemeinde gemäht, um das Pflegen und Freischneiden der Außenanlagen kümmern wir uns bei zwei bis drei Arbeitseinsätzen pro Jahr. Auch bei der Renovierung der anderen Räumlichkeiten im Gelände passiert viel in Eigenleistung.


Jetzt durften sich die rund 200 Mitglieder der Kicker-Gilde über eine besondere Würdigung ihres sportlichen Engagements freuen. "Wir sind ab sofort Verleihstützpunkt für ein Bubble-Ball-Spielfeld", sagt Boegel. Das haben Sponsoren bezahlt. Es ist in Zukunft bei den Fußballern des SSV stationiert, untergebracht in einem Anhänger. Vor Wochenfrist haben es die Gersdorfer Fußballer schonmal eingeweiht und dabei festgestellt, dass es ein hammerhartes Konditionstraining ist, sich in einem aufgeblasenen Ball übers Spielfeld zu bewegen beim Versuch, Tore zu schießen. "Spaß macht es allemal. Und es ist mal etwas anderes. Daran können sich Kinder wie Erwachsene erfreuen."


Aufblasbare Bälle schützen bei Zusammenstößen

Bubble-Fußball (auch Bubble-Soccer) ist eine Freizeitaktivität, bei der die Teilnehmer über ihren Oberkörper aufblasbare, meist transparente, Kugeln (so genannte Bubblebälle) stülpen und damit Fußball spielen.

Die Spieler stürmen aufeinander zu und versuchen, die Gegenspieler umzuwerfen, um sich einen Weg zum Tor zu bahnen. Die Bubblebälle fungieren als eine Art Airbag, da sie die Spieler bei Zusammenstößen schützen.

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