Schüler von St. Martin erfüllen sich einen Wunsch

Eine Meeraner Einrichtung hat die Einnahmen aus den Spendenläufen gut investiert - in eine neue Weitsprunganlage.

Meerane.

Für einen Mike Powell in Top-Form wäre die neue Weitsprunganlage auf dem Gelände an der evangelischen Grundschule "St. Martin" in Meerane etwas zu klein. Der US-Amerikaner hält mit einer Weite von 8,95 Metern den Weltrekord im Weitsprung. Für die 80 Mädchen und Jungen aus der Bildungseinrichtung reicht die Anlage mit einer Breite von 3,50 Metern und einer Länge von 7,50 Metern dagegen völlig aus. Die Einweihung wurde gestern Nachmittag mit einem kleinen Fest gefeiert. "Damit haben wir einen weiteren Wunsch der Schüler, Eltern und Lehrer erfüllt", sagt Schulleiterin Anja Ziegler. Die evangelische Grundschule befindet sich seit Februar 2015 im ehemaligen Krankenhaus der Stadt.

Die Kosten für die neue Weitsprunganlage belaufen sich auf 6353 Euro. Dabei wurde auf ein besonderes Finanzierungsprojekt gesetzt: Die Grundschüler beteiligten sich 2015 und 2016 an zwei Spendenläufen. Sie legten eine neun Kilometer lange Strecke von der Schule in Meerane bis zur Kirche in Frankenhausen bei Crimmitschau zurück. Eltern, Großeltern, Freunde und Nachbarn füllten im Gegenzug - als Anerkennung für den läuferischen Einsatz - die Spendenbox. "Dadurch ist eine beachtliche Summe zusammengekommen", sagt Anja Ziegler. Die Gefahr, dass die Weitsprunganlage von den Kindern zum Sandkasten umfunktioniert wird, besteht aus ihrer Sicht nicht. Der Grund: Hier wurde besonders feiner Sand, der nicht am Körper und an den Schuhen kleben bleibt, verwendet. Ziegler: "Es lassen sich also garantiert keine Sandburgen bauen."


Im Sportunterricht muss die evangelische Grundschule improvisieren. Bolzplatz und Weitsprunganlage bieten optimale Bedingungen. Einige weitere Übungen lassen sich auch auf einer Freifläche durchführen. Ansonsten geht's für einige Sportstunden in die Lindenschule und zum Schwimm-Unterricht in das Rudolf-Virchow-Klinikum nach Glauchau. Zudem verfolgen die Verantwortlichen der Bildungseinrichtung die Debatte um die geplante Sanierung des Volkshauses. "Das wäre super", sagt Ziegler. Die Entfernung von rund 900 Metern zwischen Schulhaus und Volkshaus sei aus ihrer Sicht kein Problem.

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