Typisch Ehepaar: Jeder macht manchmal sein eigenes Ding

Heute wird die neue Ausstellung "Wege zu zweit" von Karola und Wolfgang Smy in der Galerie "Art Gluchowe" eröffnet. Dabei ist in den Bildern der "Geist von Glauchau" versteckt.

Glauchau.

Seit 35 Jahren arbeitet das Künstlerpaar Wolfgang und Karola Smy zusammen. Ihre Arbeiten wurden bereits auf der Grafikbiennale 100 Sächsische Grafiken und in der Neuen Sächsischen Galerie in Chemnitz präsentiert. Jeder hat ein eigenes Atelier, in dem er arbeitet. Nur im Winter rückt das Paar enger zusammen und nutzt ein gemeinsames Studio. Nun stellen sie zusammen in Glauchau aus. Die Galerieleiterin von "Art Gluchowe", Katarzyna Zierold, hat beide ins Schloss Forderglauchau geholt. Dort zeigt jeder seine Kunst.

Der 1952 in Dresden geborene Wolfgang Smy zeichnet gern, wenn sich etwas bewegt, so bei Proben im Ballett, in der Arbeitswelt auf Baustellen und Fabriken oder beim Sport. "Mich interessiert das Leben. Ich zeichne, was passiert. Die Vielgestaltigkeit der menschlichen Bewegungen ist für mich immer wieder spannend." Spannend soll es auch für den Betrachter werden, dennlaut Wolfgang Smy ist in den Bildern der "Geist von Glauchau" versteckt - ein wiederkehrendes Element in seinen Werken.


In der Ausstellung in Glauchau werden auch Bilder zu sehen sein, in denen er sich dem Thema Musik widmet. Der Maler geht regelmäßig zu Konzerten und Proben in die Dresdner Musikhochschule. Die tagebuchartigen Aufzeichnungen seiner Eindrücke und Skizzen sind immer vom Klang und der Atmosphäre im Zuschauerraum inspiriert. Mit der Farb- und Bleichstiftzeichnung vor Ort fängt Wolfgang Smy die Realität ein.

Bekannt wurde Wolfgang Smy mit seiner 1992 entstandenen Serie "Badebilder". "Endlich war Frühling. Ich ging in ein Schwimmbad. Alles hüpfte und sprang. Ich hatte den Drang, die Eindrücke einzusammeln", so der Künstler.

Die aus Leipzig stammende Malerin und Keramikerin Karola Smy schöpft vorwiegend aus der unmittelbaren Natur. "Alles, was mich interessiert, sammle ich in meinen Skizzenbüchern. Meist sind es Lebewesen wie Insekten, Seepferdchen, Vögel, seltene Tiere und Pflanzen", so die Künstlerin. Erzählerisch, heiter oder skurril arrangiert sie ihren Fundus an Zeichnungen zu Szenerien. Damit offenbart sie oft unscheinbare Wechselbeziehungen in der Natur. Während ihrer Reisen nach Paris, Südafrika oder auf die italienische Insel Isola Bella entstanden zahlreiche Bilder in Parks und Gärten. In der Ausstellung in Glauchau werden ihre farbkräftigen Linolschnitte zu sehen sein. "Der Farblinolschnitt, mit dem ich seit etwa 2000 arbeite, bezeugt meine Liebe zur reinen Farbe, zum Drucken und Schneiden", so die Künstlerin.

Die Ausstellung wird am Donnerstag um 19 Uhr eröffnet.

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