Waldsachsen wird zur Sackgasse

Mit Baustart der neuen S288 durchs Meeraner Gewerbegebiet wird die Straße nach Crimmitschau dicht gemacht. Die letzten Aufträge sind vergeben.

Meerane.

Ende Mai soll der Bau der Ortsumfahrung Waldsachsen beginnen, die zugleich Erschließungsstraße für das Gewerbegebiet Meerane-Crimmitschau ist. Das bestätigte Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Die Meeraner Stadträte hatten zuvor mit der Vergabe des letzten Erschließungsauftrages grünes Licht für das Millionen-Bauprojekt gegeben.

So einigte sich das Gremium auf die Firma Bickhardt Bau Thüringen, die eine Niederlassung in Meerane betreibt. Das Unternehmen soll den Wirtschaftsweg bis zum westlichen Knoten der neuen S 288 fortführen. "Der Wirtschaftsweg dient als Rad- und Fußweg. Er wird aber auch von der Landwirtschaft genutzt", sagte Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos). Zudem erläuterte er nochmals, dass die Arbeiten für die Ortsumfahrung im westlichen Teil des Gewerbegebietes beginnen, und zwar mit dem Bau des Verkehrsknotens und des gut 13.000 Kubikmeter großen Rückhaltebeckens. Und nicht nur das: Bereits mit dem Einrichten der Baustelle wird die Straße nach Crimmitschau voll gesperrt und der Stadtteil Waldsachsen zur Sackgasse. Das Unternehmen List Gesellschaft für Verkehrswesen und ingenieurtechnische Dienstleistungen, das aus dem Sächsische Landesinstitut für Straßenbau hervorging, hat die neue S 288 innerhalb einer EU-weiten Ausschreibung ebenso an die Firma Bickhardt Bau Thüringen vergeben. Die Gesamtkosten: knapp 6,7 Millionen Euro. Hierfür hatten fünf Firmen die Ausschreibungsunterlagen angefordert, letztlich gaben drei Betriebe ihre Angebote ab. Demnach zieht sich der erste Bauabschnitt vom neuen Verkehrsknoten im westlichen Teil des Gewerbegebietes bis Baufeld 5 hin - also etwa bis zur Mitte der der zwei Kilometer langen Ortsumfahrung. Danach soll laut Ungerer auch die Anbindung an die S 289 erneuert werden. So müsse im Bereich des Paradiesgrundes unter anderem die Brücke über den Paradiesbach erweitert werden.


Und was den Stadtteil Waldsachsen angeht, so hält der Ungerer an seinem Versprechen fest, während einer Einwohnerversammlung weitere Ideen für die geforderte Verkehrsberuhigung zu sammeln. Fest steht indes: Neben der Beseitigung des Wismut-Schotters im Straßenunterbau sollen Gehwege und barrierefreie Bushaltestellen gebaut werden. Nicht nur die Einwohner, Ungerer selbst hatte im Vorfeld immer wieder die Wichtigkeit der Ortsumfahrung betont. Untersuchungen zufolge rollen an jedem Werktag etwa 4200 Fahrzeuge durch den Stadtteil. Mit der Ortsumfahrung würde die bisherige S 288 zur Ortsstraße herabgestuft und zudem auf Vordermann gebracht. "Das war ein großes Stück Arbeit", betonte der Bürgermeister. Er dankte darüber hinaus jenen Personen, die für das Bauvorhaben Flächen veräußerten sowie bereitstellten.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...