Wie das mit den privaten E-Ladesäulen funktioniert

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Stationen auf dem eigenem Grundstück sind auch in Glauchau im Kommen. Doch es gibt einiges zu beachten beim Tanken an der Steckdose.

Glauchau.

Im Landkreis Zwickau sind derzeit etwa 960 reine Elektroautos unterwegs. Das sind zwar nur 0,4 Prozent aller zugelassenen Fahrzeuge, aber dreimal so viel wie noch vor gut einem Jahr. Zu den Besitzern eines solchen E-Autos gehört auch die Glauchauerin Angela Ahnert. Sie betreibt im Ortsteil Gesau die gleichnamige Pension. "Den neuen ID.3 habe ich erst seit ein paar Tagen", sagt sie. Zuvor fuhr sie ein anderes, kleines E-Auto.

Angela Ahnert gehört aber auch zu denjenigen in Glauchau, die eine private Ladestation betreiben. "Sie ist eigentlich für unsere Gäste gedacht, aber bislang von ihnen nicht genutzt worden", sagt die Pensionswirtin, die momentan Handwerker beherbergt. So tankt sie mithilfe ihrer Station ihr eigenes Auto per Steckdose auf. Angeschafft hat sie sich die Ladestation bereits vor gut zwei Jahren gemeinsam mit den Glauchauer Stadtwerken. Für einen Zeitraum von fünf Jahren bezahlt sie dafür 30 Euro im Monat.

Private Ladestationen sind in Glauchau eher noch die Ausnahme. Nach Angaben der Stadtwerke Glauchau sind aktuell 22 private Lademöglichkeiten im Netzgebiet des Energieunternehmens angemeldet. Doch wenn es in den nächsten Jahren mehr werden, belasten die privaten Ladestationen das Stromnetz? Solche Stationen müssen nach Angaben der Stadtwerke nicht genehmigt werden, es bestehe aber eine Meldepflicht. Dieser Pflicht komme der vom Interessenten zu beauftragende Elektrofachbetrieb nach. Im Regelfall reiche eine Ladebox mit 11 Kilowatt (kW). Sind größere Anlagen geplant, müsse - wie auch schon bisher bei jedem neuen Hausanschluss - eine Netzverträglichkeitsprüfung stattfinden. Denn jede private Lademöglichkeit nutze die Leistung, die im Netz anliegt. Engpässe sehen die Stadtwerke nach jetzigem Stand er Dinge aber nicht.

Das städtische Unternehmen, das selbst eine E-Auto-Flotte hat und im Stadtgebiet derzeit fünf öffentliche Ladestationen betreibt, stehe für Wachstum in der E-Mobilität. Die Stadtwerke bieten Privatkunden für das schnelle Laden zu Hause sogenannte Wall-Boxen an und unterstützen sowohl bei der Installation als auch bei der Finanzierung. Gemeinsam mit der vom Kunden gewählten Elektroinstallationsfirma werde vor Ort der notwendige Installationsbedarf ermittelt. Zudem bestehe die Möglichkeit, die Lade-Box inklusive des Installationsaufwands im Rahmen eines Stadtwerke-Contracting-Modells vorzufinanzieren und die Wartung beziehungsweise den Service zu koordinieren. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gebe es außerdem die Möglichkeit, einen Zuschuss zu erhalten. Je Ladepunkt seien bis zu 900 Euro abrufbar.

Die Stadtwerke Glauchau unterstützen außerdem Wohnungsbaugesellschaften bei der Bereitstellung von Ladestationen für deren Mieter. Aktuell gebe es dazu ein Pilotprojekt an der Friedrich-Ebert-Straße in Glauchau.

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 19
    13
    Zausel
    23.04.2021

    Das ist eh nur etwas für die Reichen...